US-Präsident Donald Trump hat die Proteste in Frankreich als „regelrechte Revolution“ bezeichnet. „Das war kein kleiner Aufstand, das war kein kleiner Protest, das war eine regelrechte Revolution und sie dauert an“, sagte er. Zugleich wiederholte der Politiker seinen Vorwurf, dass Einwanderinnen und Einwanderer für die Gewalt verantwortlich seien.
Frankreich werde „von Migranten, Dschihadisten und Kommunisten erobert, geplündert und niedergebrannt“. Die Krawalle in dem Land sorgen derzeit international für Aufsehen. Demonstrantinnen und Demonstranten setzten am Wochenende Autos und Gebäude in Brand, plünderten tausende Geschäfte und lieferten sich heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei. Für kommenden Samstag hat die sogenannte Gelbwesten-Bewegung weitere Proteste gegen die hohen Lebenshaltungskosten angekündigt, unter anderem einen Protestmarsch in Paris. Für den 5. November seien ebenfalls landesweite Aktionen geplant, hieß es.
Die französische Gewerkschaft CGT hat nach einem erfolglosen Treffen mit Premierminister Sébastien Lecornu zudem zu Streiks ab dem 5. November aufgerufen. Die Regierung sei auf die Forderungen der Gewerkschaften und der Demonstrierenden nicht eingegangen, sagte CGT-Chefin Sophie Binet am Mittwoch. In Frankreich herrsche eine „berechtigte und massive Wut“. CGT ist eine der treibenden Kräfte bei den jüngsten Massenprotesten und fordert unter anderem einen höheren Mindestlohn, an die Inflation angepasste Gehälter sowie mehr Mittel für Schulen und öffentliche Dienstleistungen.
Le Pen macht Einwanderer verantwortlich, Macron Linke
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat am Sonntag „Agitatoren aus ultralinken Randgruppen“ für die Ausschreitungen verantwortlich gemacht. Diesen hätten sich „zahlreiche Straftäter angeschlossen“. Die rechtspopulistische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen stellte einen Bezug zu Migrantinnen und Migranten her. Die Ausschreitungen seien Folge einer „jahrzehntelangen anarchischen Einwanderung“, befand sie.
Le Pen sei „definitiv die konservative Stimme“, sagte Trump. Er kenne sie aber nicht und habe sie noch nie getroffen. „Ich fand, dass sie schlecht behandelt wurde.“ Dabei bezog sich der US-Präsident darauf, dass die Rechtspopulistin im März 2025 von einem französischen Gericht wegen Korruption verurteilt wurde. Zunächst wurde ihr für fünf Jahre ein Politikverbot auferlegt, doch ein Berufungsgericht ebnete ihr in diesem Jahr den Weg für eine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2027. Trump selbst war der erste US-Präsident, der als verurteilter Straftäter ins Weiße Haus einzog.
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