28 Monate teilbedingt statt 14 Monate: Jener Türke (44), der über Jahre das verbotene weiße Pulver mehreren minderjährigen Mädchen in seiner Salzburger Wohnung im Bahnhofsviertel überließ, muss längere Zeit in der Gefängniszelle verbringen. Das Oberlandesgericht schärfte bei der Berufungsverhandlung nach.
Das Oberlandesgericht hat im Falle jenes Türken, der im Salzburger Bahnhofsviertel über drei Jahre minderjährige Mädchen mit Kokain versorgte, ein Signal gesetzt: Der Richtersenat verschärfte bei der Berufungsverhandlung am Mittwoch die Haftstrafe für den 44-Jährigen. Statt 14 Monaten teilbedingter Haft, wovon er nur zwei Monate hätte absitzen müssen, sind es jetzt 28 Monate teilbedingt und acht davon unbedingt in der Gefängniszelle.
Opfer waren großteils minderjährige Mädchen
Zuvor hatte der Staatsanwalt beim Prozess eine Verschärfung gefordert: Man müsse „ein Zeichen setzen“, da der „Unwert der Tat besonders hoch“ war. Immerhin handelte es sich einerseits bei den Opfern um zehn großteils minderjährige Mädchen aus zerrütteten Verhältnissen und andererseits um einen mit drei Jahren besonders langen Tatzeitraum. Der Verteidiger forderte eine Beibehaltung der Strafe. Und der Angeklagte schwieg.
Das Oberlandesgericht folgte letztlich der Meinung der Anklagebehörde. Grund waren vor allem seine beiden Vorstrafen: Aufgrund dieser sei er im Rückfall gewesen – deshalb gelte eigentlich auch eine höhere Strafdrohung. Zudem laufen noch weitere Ermittlungen.
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