Erhebliche Sachschäden
Sturmtief setzte Mallorca und Ibiza unter Wasser
Schwere Unwetter haben beliebte Urlaubsregionen an der spanischen Mittelmeerküste unter Wasser gesetzt. Auch auf den Balearen-Inseln Mallorca und Ibiza gab es Überschwemmungen. Flüge fielen aus, waren verspätet oder wurden umgeleitet. Vor allem in Calvià westlich von Palma gab es erhebliche Sachschäden.
Verantwortlich dafür ist das Sturmtief „Adam“, das bereits am Sonntagabend für den ersten Regenguss sorgte. Am Montagmittag und Montagabend schüttete es laut der Mallorca Zeitung erneut heftig. Bis Dienstag 12 Uhr galt auf Mallorca die Warnstufe Gelb. Der Wetterdienst Aemet warnte vor Starkregen und Gewitter. Auch sehr starke Sturmböen seien noch möglich, hieß es. Am Dienstagnachmittag soll sich die Lage auf der Balearen-Insel wieder beruhigen.
Auf den Nachbarinseln Ibiza und Formentera waren bis zu 190 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden gefallen. Auf Ibiza waren Teile des Flughafenterminals unter Wasser, der Betrieb wurde daher zweimal unterbrochen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pumpten Wasser ab, das sich auf dem Flugfeld angesammelt hatte. Am Montag blieben Schulen auf Mallorca, Ibiza und Formentera geschlossen. Auch Veranstaltungen im Freien wurden teilweise abgesagt. Bereits am Wochenende waren Bäume umgestürzt, Straßen überflutet und Stromausfälle verzeichnet worden.
Vier Todesopfer
Auch auf dem Festland hatte das Sturmtief „Adam“ gewütet, darunter in den Provinzen Valencia und Alicante. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben. In der Küstengemeinde Oliva wurden am Montag zwei Leichen geborgen, zwei weitere Todesopfer hatte es am Wochenende gegeben – und zwar in Sagunto und im katalanischen Cabrera de Mar.
Erst vor knapp zwei Jahren war die Region Valencia von einer verheerenden Flutkatastrophe heimgesucht worden, bei der mehr als 220 Menschen ums Leben kamen.

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