„Haben Karten gekauft“

Studenten sperren Louvre: „Touris sind aggressiv“

Ausland
19.10.2026 11:48
Porträt von krone.at
Von krone.at

Vor dem Louvre demonstrieren Studierende französischer Kunst- und Kulturhochschulen und blockieren den Eingang zum Museum. Die Aktion stößt bei vielen Touristen auf Unverständnis. Sie seien „aggressiv, weil sie Eintrittskarten gekauft haben“, sagte eine Demonstrantin.

Mit ihrer Protest-Aktion wollen die Studenten ihre Unterstützung für die Bewegung der Oberschüler ausdrücken und die „Repression“ durch die Polizei anprangern, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Museumsleitung und zwei Gewerkschaften berichtete.

In einem Flugblatt, das rund um das Louvre ausgehängt wurde, heißt es: „Wir sind stolz, euch mitteilen zu können, dass wir das größte Museum der Welt blockieren.“ Laut Museumsleitung steht die Aktion, die von Studierenden der École du Louvre angeführt wird, in keinem direkten Zusammenhang mit dem Museum. Dieses diene nur als „Resonanzraum“.

„Wir danken Ihnen für Ihr Interesse an der französischen Kultur und dafür, dass Sie uns in unserem Kampf für freies Studieren, Arbeiten und Leben unter guten Bedingungen zur Seite stehen“, heißt es auf dem Flugblatt.

Das Flugblatt wurde rund um das Museum aufgehängt.
Das Flugblatt wurde rund um das Museum aufgehängt.(Bild: Screenshot/X @JBSemerdjian)

Museum konnte nicht wie üblich öffnen
Aufgrund der Blockade konnte der Louvre um 9 Uhr nicht wie gewohnt öffnen. „Die wartenden Touristen reagieren aggressiv auf uns, weil sie für ihre Eintrittskarten bezahlt haben“, berichtet eine Demonstrantin französischen Medien. Die Protest-Aktion vor dem Louvre reiht sich in eine Serie zahlreicher, teils gewaltvoller, Proteste in Frankreich ein.

Der Eintritt in den Louvre kostet regulär 76 Euro. Es wird empfohlen, die Tickets mindestens zwei Wochen im Voraus zu kaufen, da einige Zeitslots sonst ausverkauft sein können.

Österreichisches Außenministerium warnt bei Frankreich-Reisen
Allgemein wird bei Frankreich-Reisen aktuell zur Vorsicht geraten. Das Außenministerium empfiehlt österreichischen Reisenden, Menschenansammlungen zu meiden.

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