Der US-Drohnenentwickler Red Cat Holdings will die börsennotierte Steyr Motors – Hersteller von Motoren vor allem für die Rüstungsindustrie – übernehmen und hat ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Aktien des oberösterreichischen Unternehmens vorgelegt. Der Standort Steyr soll erhalten bleiben.
Der Angebotspreis soll 39 Euro je Steyr-Aktie in bar betragen, wie das US-Unternehmen Montagfrüh mitteilte. Der Steyr-Motors-Schlusskurs an der Wiener Börse lag am Freitag bei 30,50 Euro, der Börsenwert bei 160,30 Millionen Euro.
Red Cat ist ein US-amerikanischer Anbieter von Drohnen- und Robotiklösungen für Verteidigung und nationale Sicherheit. Die heimische B&C-Gruppe hält 15 Prozent an Steyr Motors, der Rest der Aktien befindet sich im Streubesitz. Laut Aussendung von Red Cat unterstützt der Ankeraktionär B&C-Gruppe das Übernahmeangebot.
Übernahmegespräche blieben vorerst erfolglos
Im Sommer wurden bereits Übernahmegespräche zwischen Red Cat und Steyr Motors publik, die damals noch zu keinem Ergebnis geführt hatten. Das US-Unternehmen ist an Steyr Motors interessiert. Das oberösterreichische Unternehmen gehört zu Europas führenden Herstellern von Hochleistungsmotoren für Rüstungs-Spezialfahrzeuge, maritime Anwendungen sowie Hilfsaggregate für Kampfpanzer und Lokomotiven.
Standort Steyr soll bleiben
Falls Red Cat die Übernahme von Steyr Motors gelingt, will das US-Unternehmen nach eigenen Angaben Steyr als österreichisches Kompetenzzentrum erhalten und weiter ausbauen. Fertigung, Forschung und Entwicklung würden in Steyr verbleiben. Bei der geplanten Transaktion geht es darum, Steyr Motors „beim Wachstum zu unterstützen“, so Red-Cat-Chef Jeff Thompson. Steyr-Motors-Chef Julian Cassutti begrüßt die geplante Übernahme. „Ich unterstütze diesen Schritt und beabsichtige, meine eigenen Steyr-Aktien ebenfalls im Rahmen des Angebots anzudienen“, so der Firmenchef.
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