Die „Krone“ hat sich im Zuge von „Die Stimme Kärntens“ unters Volk gemischt und umgehört: Während sich die Kärntner sehr zufrieden zeigen, wünschen sie sich bei der Gesundheitsversorgung drastische Verbesserungen.
Egal ob beim Wocheneinkauf, an der Tankstelle oder auf der Strom- und Energieabrechnung – die hohen Preise haben sich längst in alle Lebensbereiche der Kärntnerinnen und Kärntner spürbar ausgebreitet. Doch nicht nur die Bevölkerung ringt mit steigenden Lebenserhaltungskosten. Auch die Gemeinden schlagen Alarm und klagen über zunehmende finanzielle Verantwortlichkeiten bei geringen Steuereinnahmen und Förderungen. Gepaart mit einer heimischen Wirtschaft, die sich nur langsam von vergangenen Einbußen erholt, könnte man meinen, dass zurzeit niemand so richtig aufatmen kann. In Anbetracht jener Tatsachen ist die Frage, wie es denn in Zukunft weitergehen soll, daher eine naheliegende. Die anstehenden Kärntner Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen im Februar 2027 werden diesbezüglich erste Antworten liefern.
Positive Stimmung bei den Kärntnern
Trotz allen Umständen blickt Pensionist Walter dennoch optimistisch in die Zukunft, wie er in einem Gespräch mit der „Krone“ erzählt: „Die aktuelle Lage in Kärnten schätze ich als sehr positiv ein, gegenüber dem Rest von Österreich. Insgesamt sind wir in Kärnten in einem Vorzeige-Bundesland im Hinblick auf das ganze Land.“ Auch Gerald (52) schätzt die derzeitige Stimmung in Kärnten als gut ein und erinnert an den generell hohen Lebensstandard: „Wir jammern natürlich in Österreich schon auf einem hohen Niveau – wenn man in andere Länder blickt, ist das schon schwieriger.“
Medizinische Versorgung als Herausforderung
Gleichzeitig beschäftigt den Beamten die aktuelle Situation in puncto Gesundheitsversorgung: „Da hat die Politik in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten nichts getan. Da haben wir schon Aufholbedarf.“ Ein erstes „Aufholen“ soll durch vier neue Primärversorgungszentren in Wolfsberg, Villach, Bleiburg/Pliberk und Spittal erreicht werden. Diese sollen Spitäler entlasten und Patienten schneller zu einer Behandlung führen.
Neben all den aktuellen Herausforderungen scheint es bei den Kärntnern jedoch zumindest einen gemeinsamen Lichtblick zu geben: die im vergangenen Jahr eröffnete Koralmbahn.
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