Das Vorarlberger Unternehmen Müller Wohnbau GmbH mit Sitz in Altach ist insolvent. Am Freitag wurde über das Vermögen der Gesellschaft am Landesgericht Feldkirch ein Konkursverfahren eröffnet. Nach Angaben des Gläubigerschutzverbandes KSV1870 belaufen sich die Passiva auf rund 9,8 Millionen Euro, wovon der Großteil (rund 9,7 Millionen Euro) auf Bankverbindlichkeiten entfällt.
Als Hauptursache für die Pleite gilt der deutliche Rückgang der Nachfrage auf dem regionalen Wohnungsmarkt. Die bislang auf die schlüsselfertige Übergabe von Wohnhäusern spezialisierte Gesellschaft hatte ihre operative Tätigkeit allerdings bereits vor einigen Monaten eingestellt. Hintergrund war die Insolvenz der Schwestergesellschaft Müller Bau GmbH & Co KG, über deren Vermögen bereits am 2. März 2026 das Konkursverfahren eröffnet worden war.
Der Antrag auf Eröffnung des aktuellen Konkursverfahrens wurde von der Müller Wohnbau GmbH selbst eingebracht. Arbeitnehmer sind von der Insolvenz nicht betroffen, da das Unternehmen zuletzt keine Dienstnehmer mehr beschäftigte. Zur Insolvenzverwalterin wurde die Frastanzer Rechtsanwältin Eva Müller bestellt. Gläubiger können ihre Forderungen bis zur gerichtlichen Anmeldefrist am 30. November 2026 über den KSV1870 einreichen. Die erste Prüfungstagsatzung am Landesgericht Feldkirch wurde für den 14. Dezember 2026 anberaumt.
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