Insgesamt 2722 Zivildiensterklärungen wurden heuer bisher in Niederösterreich abgegeben – eine Steigerung um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Seit Jahresbeginn haben sich 2722 junge Männer für den Zivildienst entschieden. Mit 1. Oktober waren hierzulande 1783 Zivildiener im Einsatz. In ganz Österreich waren es 10.760. Unangefochten an der Spitze der Einsatzbereiche steht dabei – auch österreichweit mit 39,9 Prozent – das Rettungswesen (mit 990 Zuweisungen), gefolgt von den Krankenanstalten mit 235 und der Sozial- und Behindertenhilfe mit 226. Der Gesamtbedarf im weiten Land liegt bei 1808 – mit 1647 Zuweisungen entspricht das einer Bedarfsdeckung von 91,1 Prozent. Das bedeutet Platz zwei nach Oberösterreich im Bundesländervergleich.
Zahlen zeigen: „Interesse ist groß“
„Der Zivildienst ist eine tragende Säule unseres Sozial- und Gesundheitssystems. Ob im Rettungswagen, im Pflegeheim oder im Sozialbereich: Unsere Zivildiener sind da, wenn andere sie brauchen“, betont Bundesministerin Claudia Bauer. Von Jänner bis September wurden in Niederösterreich 2722 Zivildiensterklärungen abgegeben. Damit haben sich 253 junge Männer mehr als im Vorjahr für den Zivildienst entschieden.
„Die Zahlen zeigen, wie groß das Interesse am Zivildienst ist. Gleichzeitig wissen wir schon heute, dass uns aufgrund der demografischen Entwicklung ab 2040 jedes Jahr rund 4000 Zivildiener fehlen werden, wenn wir nichts ändern. Deshalb müssen wir den Zivildienst jetzt für die Zukunft aufstellen“, so Bauer im Hinblick auf die Reform. Etwa durch mehr Flexibilität und konkrete Qualifikationen für das spätere Leben der Zivildiener.
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