Mustafa A. ist staatenlos und lebt seit 2016 in Österreich. Der aus Gaza stammende 33-Jährige soll die Online-Plattform „Gaza Now“ mit rund vier bis fünf Millionen Followern aufgebaut haben. Propaganda für die Terrororganisationen Hamas, Hisbollah, die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, den Islamischen Dschihad in Palästina (PIJ), die Al-Quds-Brigaden, die Abu-Ali-Mustafa-Brigaden und die Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) standen dort offenbar an der Tagesordnung. Unter anderem sollen Tötungen, Geiselnahmen und Leichenschändungen gutgeheißen bzw. regelrecht bejubelt worden sein. Auch dürften für die palästinensischen Terrorgruppierungen in großen Mengen Spenden gesammelt worden sein.
„Geht nicht um Peanuts“
„In diesem Fall geht es wirklich nicht um Peanuts“, bestätigt Ulrike Breiteneder von der Staatsanwaltschaft Linz. Eine Auswertung von bei Hausdurchsuchungen beschlagnahmten elektronischen Geräten ergab beispielsweise, dass etwa 4,5 Millionen US-Dollar an Kryptowährungen in dunkle Kanäle verschoben worden sein dürften. Weiters sollen 200.000 Euro und 300.000 Dollar über Bank- und PayPal-Konten transferiert worden sein.
Auf der Flucht geschnappt
Als Mustafa A. merkte, dass es für ihn eng wird, setzte er sich aus Österreich ab. Im September 2025 konnte der Staatenlose aber am Flughafen Amsterdam geschnappt werden, zwei Monate später wurde er ausgeliefert. Seit damals sitzt er in U-Haft.
Ganz Latte Anklagepunkte
Die Staatsanwaltschaft erhob gegen Mustafa A. Anklage wegen Terroristischer Vereinigung, Krimineller Organisation, Terrorismusfinanzierung, Aufforderung zu terroristischen Straftaten und Geldwäscherei. Ab 11. Dezember muss er sich vor einem Schöffensenat am Landesgericht Linz verantworten.
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