Mehr statt weniger: Wenn es nicht um Essen sondern körperliche Aktivität geht, kann man richtig abnehmen. Doch es muss kein Halbmarathon oder Besuch im Fitnesscenter sein, wie „Krone“-Redakteur Felix Justich auf seiner Dienstreise in Brüssel bemerkt.
Eigentlich war ich mit einer anderen Erwartung in meine dreitägige Dienstreise nach Brüssel gestartet. Nämlich, dass ich wohl die bislang bescheidenen Erfolge meines Fleischfastens wieder einbüßen würde – zählen doch Waffeln, Schokolade und Bier zu den Landesspezialitäten.
Doch nach der Reise sorgte der Blick auf die Waage einmal nicht für eine kurze depressive Phase. Eineinhalb Kilogramm weniger als am Tag meines Abflugs am Dienstag. Doch wie konnte mir das passieren? Denn beim Essen war Fleisch wirklich das Einzige, worauf ich verzichtet habe.
Gut, auf den Flughäfen Laibach, Zürich und Brüssel habe ich schon ein paar Meter zurückgelegt. Und dann in Brüssel zwischen Österreichischer Vertretung, Ausschuss der Regionen und Parlamentsviertel. Am Mittwoch dann wieder ein reges Hin-und-her von acht Uhr morgens bis spät in die Nacht. Und am Donnerstag dann von acht bis zwölf Sightseeing, darauf folgte ein Mittagstermin, zurück zum Hotel und abschließend wieder Bewegung auf verschiedenen Flughäfen. Aber so viel kann das ja nicht gewesen sein, um meine kulinarischen Ausritte zu kompensieren, oder?
Dann der Blick in die Fitnessapp: 41.159 Schritte oder 31,97 Kilometer an drei Tagen. Das ist also doch ein „bisschen“ mehr, als ich mich sonst bewege – beim Sitzen kommt man halt nicht weit ...
„Eleeeeeeeenaaaa! I würd nit fragen, wenn es nit dringend wär. ABER!!! Könntest du mir bitte vom McDonald’s einen Caffè Latte mit Hafermilch bringen?“, schreibt mir meine Kollegin aus dem Frühdienst verzweifelt. „Haha ja, kann ich machen“, tippe ich zurück und mache auf meinem Weg in die Arbeit einen Stopp bei der Fast-Food-Kette. Und ich freute mich über den kleinen Abstecher, denn bei dem Gedanken bekam ich selbst Lust auf ein Heißgetränk.
„Bitte einmal Caffeé Latte und einen Matcha mit Hafermilch“, bestellte ich kurze Zeit später. Die Getränke sorgfältig verpackt, machte ich mich auf den Weg zur Redaktion, übergab das Getränk und wollte einen Schluck von meinem nehmen. „He, du weißt schon, dass der Matcha vom McDonald’s mit Zuckerpulver zubereitet wird?“, wies mich meine Kollegin zurecht.
Ich hielt Inne. Das war mir neu. „Was mache ich denn jetzt?“, entgegnete ich. „Ach gib her, wir tauschen – ich trinke deinen Matcha und du kannst den Caffeè Latte haben.“ Gerettet – das wäre fast mein zweiter Fauxpas gewesen.
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