Der Vorarlberger Leuchtenhersteller Zumtobel hat im ersten Halbjahr 2025/26 weniger umgesetzt und verdient. Die Umsatzerlöse sanken um 6,9 Prozent auf 537,6 Millionen Euro, das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) auf 31,6 Millionen Euro nach 41,2 Millionen Euro im Vorjahr.
Im zweiten Quartal erzielte die Zumtobel Group Umsatzerlöse von 271,2 Millionen Euro, das waren um 6 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum. Hauptgrund für den Rückgang ist nach Angaben des Unternehmens die anhaltende Nachfrageschwäche im professionellen Beleuchtungsmarkt, der zeitversetzt auf Konjunkturzyklen reagiert.
Im Lighting-Segment sank der Halbjahresumsatz ebenfalls um 6 Prozent auf 428,7 Millionen Euro. Positive Entwicklungen in Teilen der D/A/CH-Region sowie in Süd- und Osteuropa konnten schwächere Geschäfte in Nord- und Westeuropa sowie in Asien nicht kompensieren. Das Components-Segment verzeichnete einen Rückgang von 12,3 Prozent auf 138 Millionen Euro, belastet von einem schwierigen Umfeld in allen Regionen.
Material- und Personalkosten leicht gesunken
Auf der Kostenseite gingen bereinigte Material- und Personalkosten sowie die Entwicklungsaufwendungen leicht zurück. Bei den Vertriebs- und Verwaltungskosten gab es Einsparungen von 179,1 auf 171,3 Millionen Euro.
Zusätzlich belasteten negative Sondereffekte in Höhe von 10,8 Millionen Euro das Ergebnis. Dazu gehören Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit der Schließung des US-Standorts Highland, die Abschreibung des Firmenwerts der ZGE Components sowie Wertminderungen aktivierter Entwicklungsprojekte, abgemildert durch eine Investitionsprämie aus Portugal. Das berichtete EBIT sank dadurch von 30 auf 20,7 Millionen Euro, die EBIT-Marge von 5,2 auf 3,9 Prozent.
Ausblick für Gesamtjahr 2025/26 bestätigt
CEO Alfred Felder sprach von einem „schwierigen Marktumfeld“, in dem Fixkosteneinsparungen den Umsatzrückgang nur teilweise kompensiert hätten. Ein Effizienzprogramm mit Maßnahmen in Vertrieb, Verwaltung, Operations, Forschung & Entwicklung sowie Beschaffung soll bis 2028/29 schrittweise Einsparungen von 40 bis 50 Millionen Euro pro Jahr bringen.
Am Ausblick für das Gesamtjahr 2025/26 hält der Vorstand fest. Die Zumtobel Group rechnet weiterhin mit einem Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr und einer bereinigten EBIT-Marge zwischen 1 und 4 Prozent.
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