Strategie präsentiert

NÖ-Wirtschaft soll mit Raumfahrttechnik abheben

Niederösterreich
25.02.2026 05:30

Wirtschaftlich muss sich Niederösterreich mit EU-Mitgliedern und Mitbewerbern von der Schweiz bis China messen. Erfolgreich soll das weite Land mit Satelliten- und Bahntechnologie sein.

In der EU gibt es 244 Regionen. „Das heißt, wir stehen im Wettbewerb mit 243 Regionen und dazu noch mit Ländern wie der Schweiz, der Türkei oder China“, umreißt Johanna Mikl-Leitner die wirtschaftlichen Herausforderungen für Niederösterreich. Stellen möchte man sich diesen mit der „Wirtschaftsstrategie 2030+“, welche die Landeshauptfrau am Dienstag in St. Pölten mit Wirtschaftsforscher Christian Helmenstein und dem Unternehmer Karl Winkler vorstellte.

Es geht aufwärts
Zuerst wurde die Gegenwart beleuchtet. „Nach drei Jahren der Rezession und Stagnation geht es jetzt wieder aufwärts. Solange es keine neuen geopolitischen Negativschocks gibt“, diagnostizierte Helmenstein. Die Ziele für die kommenden Jahre fasste Mikl-Leitner zusammen: Das Bruttoregionalprodukt soll von 92.000 auf 110.000 Euro, die Anzahl der Forscher von 9200 auf 10.000 steigen. „Und die Kaufkraft soll die stärkste in Österreich bleiben“, so die Landeschefin.

Stellten die NÖ-Wirtschaftsstrategie vor: Wirtschaftsforscher Helmenstein, Landeshautfrau ...
Stellten die NÖ-Wirtschaftsstrategie vor: Wirtschaftsforscher Helmenstein, Landeshautfrau Mikl-Leitner, Unternehmer Winkler (von links)(Bild: NLK Filzwieser)

Schlüsseltechnologien definiert
Erreichen will man das zum einen mit der Förderung von Prototypen. „Als Unterstützung innovativer Unternehmen, um von Forschung zur Marktreife zu kommen“, erklärte Mikl-Leitner. Zum anderen mit der Konzentration auf Schlüsseltechnologien wie Luft- und Raumfahrt, Bahntechnik, Gesundheitswirtschaft und Umwelttechnik. Helmenstein bekräftigte: „Man muss sich auf Nischen konzentrieren, in denen man der Beste werden will.“

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Wir Niederösterreicher wollen den Wandel gestalten, nicht von ihm getrieben werden.

Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau

Unternehmer als Vorbild
Ein Beispiel dafür, wie's gehen soll, ist Karl Winkler, der in Karlstetten Schulbedarf für den Werkunterricht produziert, bereits ganz Österreich, Deutschland und Ungarn beliefert und derzeit sein Unternehmen mit einer Investition von 14 Millionen Euro ausbaut.

Tipp für Finanzminister
Mikl-Leitner und Helmenstein nahmen aber auch den Bund in die Pflicht. Sie forderten eine rasche Senkung der Lohnnebenkosten. Wobei der Wirtschaftsforscher betonte, dass dies auch ohne 1:1-Gegenfinanzierung, wie sie der Finanzminister fordert, möglich sei.  Eine Senkung der Lohnnebenkosten würde sich wegen der daraus folgenden Ankurbelung der Wirtschaft zu 40 Prozent selbst finanzieren. „Es ist Aufgabe des Ministers, die restlichen 60 Prozent aufzutreiben“, sagte Helmenstein. „Der Minister hat das Gesamtbudget im Auge zu haben und entsprechende Sparpotenziale zu heben.“ 

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