Nach nur knapp vier Flugstunden lösen wohltuende 25 Grad, blauer Himmel und Sonnenschein das triste Winterwetter in Österreich ab. In Marsa Alam am Roten Meer in Ägypten kann man Sonne tanken, die Schönheit der Wüste erleben und mit Glück sanfte Riesen in einer einmaligen Unterwasserwelt erleben.
Über 200 km erstrecken sich die Hotels an der Küste in der Region Marsa Alam – im Vergleich zu Hurghada eine „junge“ Destination am Roten Meer. Der Ort Marsa Alam selbst liegt rund 60 km südlich meines Hotels, das nur 15 Minuten vom Flughafen entfernt ist. Der Empfang im 5-Sterne-Hotel Jaz Elite Amara ist herzlich und professionell. Von der Lobby aus sieht man direkt auf die sieben Pools, die wie eine Treppe geradewegs zum Meer führen, das Anfang Februar 23 Grad hat.
Das 272 Zimmer große, auch für Familien bestens geeignete Hotel bietet neben wunderschöner Architektur viele Freizeitmöglichkeiten, darunter ein Tauchcenter. Das Personal ist aufmerksam und sehr gastfreundlich. Getränke und Essen in den Restaurants und Bars munden. Meine Favoriten: das Spätaufsteher-Frühstück am Pool und die Mezzes-Vorspeisenplatte im Strandrestaurant.
Am Strand lasse ich die Seele baumeln, lege mich in die Sonne (eincremen!), höre das Rauschen des Meeres, gehe später barfuß den Sandstrand entlang, um vom Steg im glasklaren Meer Fische zu bewundern, etwa einen Doktorfisch. Ein Vorgeschmack auf die Unterwasservielfalt, die hier rund um das Korallenriff der Marsa Mubarak, auch Schildkrötenbucht genannt, wartet.
Nur zehn Minuten Fahrt entfernt liegt Port Ghalib, eine kleine, Anfang der 2000er-Jahre angelegte Stadt mit Marina, Bars, kleinen Geschäften und Cafés. Wer etwas kaufen will, sollte das Handeln nicht vergessen. Unser Boot, die „Chance“, bringt uns aufs Meer zum Schnorcheln.
Viele Schnorchler und ein „Superstar“
Die Mission: Meeresschildkröten und Seekühe, sogenannte Dugongs, entdecken. Die Crew hilft in den Neoprenanzug, dann geht’s mit Taucherbrille und Schnorchel im Mund ins Wasser. Und wir haben Glück! Zuerst treffen wir auf eine große Meeresschildkröte. Wir schwimmen ein Stück mit ihr, bevor sie abtaucht und in der Tiefe verschwindet. Schließlich legen wir in der Marsa Mubarak vor unserem Hotel an. Plötzlich ruft unser Schnorchel-Guide: „Dugong!“
Wie Fans um einen Superstar versammeln wir uns mit gebotenem Abstand um das Tier. Sanft und friedlich bahnt es sich den Weg durch das Meer und seine Seegraswiesen. Es lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, taucht kurz auf, zieht dann gemächlich weiter. Ein beeindruckendes Naturschauspiel und eine Erinnerung, die ewig bleibt.
Beduinencamp und Sternenhimmel
Tags darauf warten die nächsten Abenteuer: der Besuch eines Beduinencamps und Quadfahren in der Wüste. Eine Premiere für mich. Schutzbrille und Helm auf, den Rest des Gesichts wegen des Sandes mit einem Tuch bedecken. Wir düsen über Dünen, es staubt gehörig und macht überraschend viel Spaß! Am Ende unserer Tour halten wir an einem unberührten Strand. Ich blicke auf die am Horizont in verschiedenen Orangetönen untergehende Sonne und bin glücklich.
Zurück im Camp erwartet uns eine weitere Attraktion. „Doktor“ Hassan zeigt uns seine bunte und duftende „Beduinenapotheke“, in der er neben vielen anderen Dingen für fast jedes Wehwehchen – vom Kopfschmerz bis zum Heuschnupfen – ein „Kräuterl“ zur Hand hat. Nach einem schmackhaften Abendessen mit Tahin, Fladenbrot, Huhn, Lamm und Gemüse folgt eine Bauchtanzeinlage.
Dann wird es still und dunkel. Wir gehen nach draußen, um ganz ohne Lichtverschmutzung den klaren Sternenhimmel sowohl mit freiem Auge als auch durch ein Teleskop zu bewundern.
Zwischen Wüste und Meer, Sternen und Dugongs spüre ich noch einmal die Vielfalt dieser Region, die nicht nur ein Ort zum Sonne-Tanken ist, sondern auch ein ganz besonderes Erlebnis.
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