Der ÖSV um Cheftrainer Marko Pfeifer räumt in Sachen Regulativ einen Fehler ein, entschied sich bei Marco Schwarz aber bewusst gegen eine Ausnahmeregelung. Stattdessen spart sich „Blacky“ nun eine Woche Olympia-Trubel und trainiert in der Heimat. Ein Nachteil – oder doch eine glückliche Fügung? Eine Kolumne von „Krone“-Redakteur Philipp Scheichl.
Die „Krone“ berichtet aus Bormio
Saalbach statt Bormio, Super-G-Einheiten statt Olympia-Abfahrtstrainings – Marco Schwarz ist bei den am Freitag offiziell startenden Winterspielen noch der große Abwesende, wird entgegen erster Pläne erst am Samstag in Italien erwartet. Und ist dennoch ein großes Gesprächsthema in Bormio. Weil man sich auf Seiten des heimischen Verbandes eines Regulativs nicht bewusst war: Dies besagt, dass Schwarz in den vergangenen zwei Jahren zumindest eine Abfahrt hätte bestreiten müssen, um zu den Olympia-Trainings auf der „Stelvio“ zugelassen zu werden. „Wir haben es nicht am Radar gehabt in gewisser Hinsicht“, gestand Cheftrainer Marko Pfeifer.
Fehler, die so eigentlich nicht passieren sollten – da ist man sich im heimischen Lager einig. Womit man sich vor Beginn der 25. Winterspiele eine unnötige und vor allem vermeidbar gewesene Baustelle aufgemacht hat. Wiewohl es – wie man von Seiten von Ski Austria hört – doch eine Hintertür gegeben hätte, man eine Ausnahmeregelung bei der FIS beantragen hätte können. Eine eben solche hatte es etwa auch für Matthias Mayer bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi für den Riesentorlauf gegeben.
Bei Schwarz entschied man sich nun aber bewusst dagegen. Denn: Zum einen wäre es „nur“ um die Trainings gegangen, stand ein Start beim Rennen am Samstag für Schwarz ohnehin nie im Raum. Zum anderen gibt es vor dem Super-G eine Hangbefahrung, kann sich „Blacky“ da an die Gegebenheiten vor Ort gewöhnen. Und zu guter Letzt sei es laut Pfeifer nun vielleicht eine „glückliche Fügung“. Denn: „Mal schauen, was hier in Bormio angesichts des Wetters an Training möglich ist – in Saalbach kann er jetzt in Ruhe seine Einheiten abspulen, danach mit voller Energie nach Bormio reisen.“
Nach Einheiten am Wochenende in Bad Kleinkirchheim trainierte Schwarz jedenfalls am Montag und Dienstag in Saalbach Super-G, legt am Mittwoch noch eine Riesentorlauf-Einheit ein. Anschließend macht er zwei Tage Pause. Sein erster von vier Olympia-Starts ist am 9. Februar in der Team-Kombi geplant, es folgen Super-G, Riesentorlauf und zum Abschluss der Slalom.
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