Nach Cup-Aus

Nun spürt man bei Sturm die volle Wucht des Klubs

Steiermark Newsletter
02.02.2026 10:30

So schnell kann‘s im Fußball gehen. Donnerstag zogen die Sturm-Fans nach dem Sieg in der Europa League gegen Brann noch halbwegs zufrieden von dannen, nach dem 1:3 im Cup bei Altach hätte sich der schwarze Frust aber nicht deutlicher entladen können. Was Mut macht – und was schreckt.

Dass es für den SK Sturm ein mehr als interessantes Frühjahr werden würde, war spätestens nach dem medialen Rundumschlag vom damaligen Trainer Jürgen Säumel nach dem – gewonnenen – Derby gegen den GAK im Dezember klar. Wenn sich ein Sturm-Coach nach einem Sieg gegen den Stadtrivalen vor die Kameras stellt und gegen den eigenen Klub „austeilt“ („Viele Dinge im Verein passen nicht“), dann „hot‘s wos“ – auf Steirisch.

Sturm griff ein, mit dem Zweck, zu korrigieren. Neue Spieler, neuer Trainer. Einer, der das Projekt, das Spiel voller Intensität, fortsetzen will. Das macht Mut. Man versucht, Kontinuität vorzuleben. Und auch der neue Coach, Fabio Ingolitsch, kommuniziert bis dato derart offen, dass man sich eine baldige Besserung zumindest erhoffen kann. „Wir müssen alles hinterfragen und schauen, welche Spieler die richtigen für Sturm sind“, scheint Ingolitsch zumindest nach außen hin, den Finger voll in die Wunde legen zu wollen. Ob er – oder auch Vorgänger Säumel – das nötige Personal dafür zu Verfügung hat bzw. hatte, scheint fraglich.

Wie konnte das denn passieren? Scheint sich Emir Karic hier zu fragen.
Wie konnte das denn passieren? Scheint sich Emir Karic hier zu fragen.(Bild: APA/DIETMAR STIPLOVSEK)

Was den Beobachter nämlich am meisten schreckt? Die bisher gezeigten spielerischen Leistungen in diesem Jahr! Es ist logisch, dass unter einem neuen Trainer noch nicht alle Abläufe gleich sitzen können. Aber es ist unverständlich, wie lethargisch sich Sturms Spieler in manchen Situationen zur Schau stellen. Ingolitsch sprach bei seinem Antritt von einem „Verein mit viel Wucht“. Die volle Wucht bekommt man angesichts gewisser Darbietungen jetzt aber nur bei den verbitterten Fan-Reaktionen, ob live im Stadion oder vor allem in den Sozialen Medien, zu spüren.

Bauernopfer
Hier muss schleunigst mit voller Härte und Konsequenz dagegengesteuert werden. Sturm kann im Cup in Altach ausscheiden. Aber nicht so. Zumindest die berühmten „Basics“ und Grundfähigkeiten muss man bei jedem Spieler bei einem Verein wie Sturm verlangen dürfen. Ansonsten tragen vor allem die Spieler die Verantwortung dafür, dass man nach der Entlassung von Ex-Trainer Säumel schon vielerorts von einem „Bauernopfer“ sprach. Denn wie hätten es er  – oder jetzt auch Ingolitsch – mit gewissen Spielern denn bitte schön besser machen sollen?

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