Weltmuseum Wien

Design von gestern als Ideenquelle für die Zukunft

Kultur
26.01.2026 15:30

Das Weltmuseum Wien geht auch 2026 seinen Weg weiter, das Haus zeitgemäß neu aufzustellen. Die kommenden Ausstellungen beschäftigen sich mit spekulativen Zukunftsideen, koreanischen Comics sowie mit Fotografie und Waffenhandel.

Das Weltmuseum ist nach wie vor dabei, sich neu aufzustellen. „Wir sind ja ein Produkt der Kolonialgeschichte“, fasst Direktorin Claudia Banz die Geschichte des Hauses zusammen, für das – wie für etliche ähnliche Museen – über Jahrhunderte Kunst- und Kulturschätze aus eroberten Gebieten nach Europa gebracht wurden. Banz versteht das Haus heute als offenes Archiv der Kulturgeschichte und will es künftig verstärkt als „experimentelles Zukunftslabor“ nutzen.

Dieser Ansatz zeigt sich auch im Austauschprogramm. Gleich mit der ersten neuen Schau des Jahres befragen Studierende der Angewandten ausgesuchte Objekte der Sammlung. Für „Regenerative Design“ erarbeiten sie anhand von 25 Artefakten zukunftsfähige Designstrategien. Aus dem reichen Wissensschatz der Menschheit für die Zukunft lernen, so die Devise dahinter.

Spekulative Zukunftsentwürfe
Um Design geht es auch in der nächsten großen Ausstellung, die ab März dem Londoner Studio SUPERFLUX gewidmet ist, das sich mit spekulativen Zukunftsentwürfen auseinandersetzt. Unter dem Motto „Craftocene“ untersucht die Schau, wie sich Handwerk, neue Technologien und ökologische Interessen neu kombinieren lassen.

Die Herbstausstellung im Weltmuseum „Raining Blood. Fotografie und Waffenhandel“ beschäftigt ...
Die Herbstausstellung im Weltmuseum „Raining Blood. Fotografie und Waffenhandel“ beschäftigt sich damit, was Waffen in unserer Gesellschaft machen.(Bild: © KHM-Museumsverband, Weltmuseum Wien)

Ausstellungen 2026

  • Wer hat die Hosen an? bis 1. Februar
  • Kolonialismus am Fensterbrett, bis 25. Mai
  • Die Farben der Erde bis 6. April
  • Indah Arsyad bis 25. Mai.
  • Regeneratives Design: das Weltmuseum Wien als Zukunftslabor, Eröffnung 6. Februar bis Juni 2026
  • SUPERFLUX: The Craftocene, ab 3. März bis 16.August
  • K-Toons: Koreanische Manhwas ab 3. Juni bis 6. September
  • Raining Blood: Fotografie und Waffenhandel, 30. September bis April 27
  • Theseustempel: Njola Impressions: Kiteezi, ab 29. Mai bis 11. Oktober

Die Sommerschau steht ganz im Zeichen der Popkultur Südkoreas. Der Fokus von „K-Toons“ liegt dabei auf der Geschichte und Entwicklung koreanischer Comics, sogenannter Manhwas. Das immersive Projekt beschäftigt sich anhand von Originalzeichnungen mit Fragen der kulturellen Identität. Unter dem Arbeitstitel „Raining Blood“ setzt sich das Weltmuseum im Herbst mit Fotografie und Waffenhandel auseinander. Es wird eine Auseinandersetzung damit, was Waffen in unserer Gesellschaft machen.

Skulpturen aus Müll
Die Außenstelle im Theseustempel im Volksgarten wird ab 29. Mai neu bespielt. Zu sehen ist die erste Schau der ugandischen Künstlerin Nabukenya Allen in Österreich. Mit der Installation „Njola Impressions“ erschafft sie aus Alltagsobjekten und Gegenständen von Mülldeponien kunstvolle Skulpturen.

Trotz der angespannten Budgetsituation habe man das Programm für das kommende Jahr nicht schmälern müssen, versicherte Direktorin Banz bei der Programmpräsentation. Auch KHM-Chef Jonathan Fine, in dessen Museumsverband das Weltmuseum eingegliedert ist, versicherte: „Sparen müssen wir und werden wir. Aber das Ziel ist, dass das Publikum so wenig wie möglich davon mitbekommt.“ Außerdem habe der Verband die Möglichkeit, seine angedockten Häuser zu unterstützen, wodurch diese es leichter hätten, als wenn sie als unabhängige Häuser funktionieren müssten. „Der Verband ist groß genug, um Dinge aufzufangen“, erklärte Fine.

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