Das Museum für angewandte Kunst (MAK) am Wiener Stubenring stellt seine Schausammlung neu auf und verknüpft Alltagsdesign mit Bühnenräumen. Highlight ist die Juwelierskunst-Schau im Sommer.
Das Theater ins Museum zu holen, ist das kuratorische Gebot der Stunde: In diesem Jahr haben gleich drei Ausstellungen im MAK Bezüge zur Bühne. So porträtiert Direktorin Lilli Hollein ab Mai Theatermacher Christoph Schlingensief und zeigt ausgewählte Installationen des 2010 verstorbenen Aktionisten. Ab Mai sind Arbeiten von Thomas Demand zu sehen, der historische Bühnenbilder mit Fotografie neu erschließt.
Für die zentrale Schau im Herbst hat Hollein die Bühnenbildnerin Anna Viebrock eingeladen, mit „Vor Einbruch der Dunkelheit“ die Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeit in Szene zu setzen.
Jenseits davon konzentriert sich das Museum am Stubenring, das sich 2025 über 16 Prozent mehr Besucher freuen konnte, auf die Neuaufstellung der Schausammlung: „Atmosphärische Erlebnisräume“ verspricht ab Februar der Bereich „Wien 1900 – Alltag. Gesamtkunstwerk“ in der künstlerischen Konzeption von Markus Schinwald. Neu präsentiert werden ab März auch Textilien und Teppiche.
Dazu gibt es künstlerische Einzelpositionen – vornehmlich von Künstlerinnen. Gleich im Februar gibt die 1939 geborene österreichische Textilkünstlerin Ursi Fürtler Einblicke in ihre Arbeiten. Mit „Schaufenster des Alltags“ ist ab April das Werk der Fotojournalistin Barbara Pflaum zu sehen, die das Wien der 1950er und 60er Jahre einfing. Die Schau „Bild und Ton“ widmet sich ab April dem Werk der Josef Hoffmann-Schülerin Vally Wieselthier, eine der zentralen Künstlerinnen der Wiener Werkstätten. Die aus Odessa stammende Malerin Kateryna Lysovenko zeigt ab September „Borderland“.
Kostbare „Glanzstücke“ verspricht dazu im Sommer eine 500 Exponate umfassende Ausstellung von Juwelierskunst aus dem MAK und der Pariser Sammlung Cleef & Arples.
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