Giovanni Franzoni hat nach seinen starken Trainingsfahrten am Freitag auch den Super-G in Wengen für sich entschieden. Dabei erlebte der Italiener auf der Strecke vor drei Jahren einen besonders schwierigen Moment seiner Ski-Karriere. „Seltsam“ sei es ausgerechnet hier nun den ersten Weltcupsieg zu feiern, wie er selbst nach dem Rennen betont.
„Vor drei Jahren hatte ich hier den schweren Unfall in der Canadian Corner. Jetzt Erster zu sein, ist wunderbar“, erklärt Franzoni nach seinem Super-G-Triumph in Wengen. Eine Muskelverletzung im Oberschenkel beendete damals seine Saison vorzeitig und sorgte für einen Rückschritt in seiner Karriere.
Als erster Fahrer stürzte er sich am Freitag auf die Piste und sollte gleich jene Zeit in den Schnee zaubern, an der sich alle die Zähne ausbissen. Auch ÖSV-Ass Stefan Babinsky, der auf dem zweiten Rang erstmals auf dem Stockerl landete.
Eine Premiere feierte auch Franzoni – im 60. Weltcup-Rennen durfte er den ersten Sieg feiern. „Seltsam“, dass es ausgerechnet in Wengen passiert sei, so der Italiener. Anerkennung bekam er auch von Dominator Marco Odermatt. „Ich habe seinen Lauf oben gesehen und habe schon da gedacht: ‘Das ist heute der Sieg‘. Gratulation an ihn!“, so der Schweizer.
Besonders emotionale Saison
Für Franzoni kommt in dieser Saison zudem ein weiterer besonderer Aspekt hinzu. Im September war sein langjähriger Zimmerkollege Matteo Franzoso nach einem Trainingssturz verstorben.
„Ich denke jeden Tag an Matteo. Ich habe ihm meinen dritten Platz in Gröden gewidmet – und auch diesen Sieg heute. Ich habe zu Beginn der Saison gesagt, dass ich für den Rest meines Lebens mit ihm Skifahren werde. So wird es sein. Diese Tragödie gibt mir die nötige Kraft in dieser Saison“, erklärt der Italiener nach dem Rennen so auch abschließend gegenüber „Eurosport“.
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