Seit der Kündigung des „Theatervertrags“ zwischen Land Oberösterreich und Stadt Linz herrschte Eiszeit, wenn es um gemeinsam Kulturprojekte ging. Nun beginnt aber eine neue Ära: Der Linzer Bürgermeister Dietmar Prammer und Landeshauptmann Thomas Stelzer setzen erste Schritte. Die „Krone“ weiß, was kommt.
Wie alles begann: Der Linzer Gemeinderat beschloss 2018 den Ausstieg aus dem „Theatervertrag“, der seit 1977 die gemeinsame Finanzierung zentraler Kultureinrichtungen durch das Land OÖ und die Stadt Linz geregelt hatte. Die Kündigung wurde 2020 wirksam – seither herrschte „Eiszeit“.
Doch mit Landeshauptmann Thomas Stelzer und dem neuen Linzer Bürgermeister Dietmar Prammer, sowie dem neuen LIVA-Team Norbert Trawöger und Kai Liczewski erfolgt wieder eine Annäherung. Konkret will man gemeinsame Programmschwerpunkte setzen und einen Kulturherbst 2026 ausrichten.
Kultur als Signal für den Standort
Landeshauptmann Thomas Stelzer: „Es geht nicht um ein einmaliges Projekt, sondern um einen Startpunkt. Es können daraus weitere gemeinsame Formate entstehen. Unser Ziel ist klar: Kultur soll stärker wirken – für die Menschen im Land und für die internationale Wahrnehmung von Linz und Oberösterreich.“
Auch Bürgermeister Dietmar Prammer unterstreicht die Bedeutung der Kooperation: „Linz ist eine Kulturstadt mit internationaler Strahlkraft. Wenn Stadt und Land ihre Stärken bündeln, entsteht ein Mehrwert für das Publikum, für die Kunstschaffenden und für die Sichtbarkeit des Standorts. Der Kulturherbst 2026 ist ein starkes Signal für diese neue Qualität der Zusammenarbeit.“
Konkrete Projekte sind bereits bestätigt
Zusammenarbeiten will man rund um die Ars Electronica, das Brucknerfest, die Linzer Klangwolke sowie die Saisoneröffnung im Musiktheater Linz. Darüber hinaus sieht das neue Konzept vor, künftig zusätzliche gemeinsame Programmschwerpunkte zu setzen: an einem weiteren Septemberwochenende sowie rund um den Todestag von Anton Bruckner am 11. Oktober.
Lars Eidinger, Christoph Koncz, Franz Welser-Möst
Für September 2026 ist ein gemeinsamer Sprechtheater-Schwerpunkt geplant. Dieser umfasst ein Gastspiel von Lars Eidinger im Posthof Linz im Rahmen des Brucknerfests am Freitag sowie zwei Schauspielpremieren des Landestheaters Linz am Samstag und Sonntag – in der Blackbox und im Landesmuseum Linz.
Der musikalische Schwerpunkt im Oktober 2026 knüpft an die internationale Bedeutung des Musikstandorts Linz und Oberösterreich an: Am Samstag, 10. Oktober, steht die Premiere von Richard Wagners Oper „Lohengrin“ unter der Leitung von Christoph Koncz, dem künftigen Chefdirigenten des Bruckner Orchesters Linz, auf dem Programm. Am Sonntag, 11. Oktober, folgt ein Konzert von Franz Welser-Möst mit dem Cleveland Orchestra im Brucknerhaus.
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