Haushalte ohne Strom

Blackout: Bekennerschreiben in Berlin aufgetaucht

Ausland
03.01.2026 14:48

In Berlin herrscht Ausnahmezustand: Wegen eines großflächigen Stromausfalls sind über 45.000 Haushalte ohne Strom. Die Schreckensnachricht für viele Berliner: Der Blackout soll noch bis Donnerstag andauern.

Seit der Früh ist für gut 45.000 Haushalte und 2200 Betriebe im Südwesten der Hauptstadt wegen des Brands an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal der Strom ausgefallen. Jetzt steht fest: Zehntausende Berliner werden wohl noch bis Donnerstag ohne Strom auskommen müssen. Die Polizei ermittelt wegen Verdachts der Brandstiftung. Ein Bekennerschreiben sei aufgetaucht, hieß es.

Schneefall erschwert die Situation
Der Vorfall zeigte wieder: Ohne Elektrizität läuft im Alltag wenig. Die Ampeln sind ausgefallen, die Supermärkte geschlossen. Die Polizei ist mit Lautsprecherwagen unterwegs und informiert die Anrainer mit Ansagen. Ausgerechnet an diesem Morgen fiel Schnee in Berlin. „Aufgrund des Stromausfalls kann es auch zu Heizungsausfällen kommen“, schrieb die Polizei auf der Plattform X. Nach Möglichkeit solle man bei Bekannten unterkommen, Handys solle man sparsam verwenden und älteren Menschen solle man Hilfe anbieten.

Krankenhäuser und Pflegeheime evakuiert
Feuerwehrsprecher Vinzenz Kasch sagte, die Lage sei auch deswegen herausfordernd, weil mehrere Pflegeheime und Krankenhäuser in dem Gebiet mit dem Stromausfall in Steglitz-Zehlendorf lägen. Die Feuerwehr habe bereits Bewohner und Patienten von zwei Heimen in andere Heime verlegt.

Brand war Auslöser des Blackouts
Noch am Vormittag hatte Stromnetz Berlin sich zuversichtlich geäußert, die Störung schnell beheben zu können – bis 18.30 Uhr sollte der Strom unter anderem im Bezirk Steglitz-Zehlendorf wieder laufen, wie die „Bild“ berichtet. Der Netzbetreiber hoffte, zumindest ungefähr 10.000 Haushalte ab dem Abend aus anderen Netzteilen versorgen zu können. Was den Schaden angerichtet hat, war schnell klar: der Brand der Kabelbrücke über den Kanal hin zum Kraftwerk Lichterfelde am Stadtrand. Nach Angaben der Feuerwehr brannte zunächst ein Baucontainer unter der Kabeltrasse, die über den Teltowkanal zum Kraftwerk Lichterfelde führt. 

Polizei ermittelt wegen möglicher Brandstiftung
Die Polizei teilte schnell mit, dass sie wegen des Verdachts der Brandstiftung ermittelt. Einsatzkräfte seien gegen 6.45 Uhr von einem Zeugen alarmiert worden. Je nach den Ergebnissen werde womöglich auch der Staatsschutz eingeschaltet, der für politische Straftaten zuständig ist. Von der Dimension ist dieser Stromausfall nach Angaben von Stromnetz Berlin vergleichbar mit einem ähnlichen Fall im September im Südosten Berlins. Auch dort ging es um etwa 50.000 Kunden. Der Stromausfall zog sich über Tage hin. Ursache damals war ein politisch motivierter Brandanschlag auf zwei Strommasten.

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