Pleite bei der Tournee

Stefan Kraft: „Fortzugehen wäre gscheiter gewesen“

Ski Nordisch
02.01.2026 06:47

ÖSV-Adler Stefan Kraft verlor trotz der Niederlage im Neujahrsspringen nicht den Humor. Titelverteidiger Daniel Tschofenig rätselte nach seinem neunten Platz.

Die „Krone“ berichtet aus Garmisch

„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass einem der Kragen platzt“, sagte Schriftsteller Joachim Ringelnatz einst. Super-Adler Stefan Kraft nahm seine Leistung im Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen mit einer gehörigen Portion Galgenhumor, obwohl ihm innerlich sicher nicht zum Lachen zumute war. Der dreifache Weltmeister und 46-fache Weltcupsieger musste sich auf der Olympiaschanze mit dem 26. Rang begnügen.

Stefan Kraft
Stefan Kraft(Bild: EPA/ANNA SZILAGYI)

„Es wäre gscheiter gewesen, ich wäre mit ein paar Trainerkollegen fortgegangen und hätte mir ein schönes Silvester gemacht. Dann wäre mehr rausgekommen“, erklärte der Salzburger. Für den 32-Jährigen war es „kein guter Tag auf der Schanze, aber das gehört dazu und habe ich schon einige Male erlebt.“ Mit dem Bakken in Garmisch scheint er regelmäßig auf Kriegsfuß zu stehen, schon mehrfach platzten dort Krafts Träume von einem Gesamtsieg beim Saisonhöhepunkt der Adler.

Hier der Stand in der Tournee:

„Ich weiß nicht, woran es liegt“
Mit seiner Enttäuschung stand er nicht alleine im Schanzenauslauf. Auch Vorjahressieger Daniel Tschofenig kiefelte nach seinem neunten Platz, der ihn in der Gesamtwertung von Position zwei auf acht zurückwarf. „Glück hatte ich keines“, sprach er schwierige Bedingungen im Finale an. Mit einem guten Sprung hätte er vieles kaschieren können. „Wenn aber beides nicht passt, dann funktioniert es leider nicht.“ Erklärung fand er dafür zunächst keine. „Ich weiß nicht, woran es liegt. Würde ich es wissen, würde ich es ändern. Ich tue mich gerade schwer, das alles einzuordnen“, rätselte der 23-jährige Kärntner.

Sperre für Zajc
Zu den Verlierern des Tages zählte auch ein Slowene. Timi Zajc, in Oberstdorf aufgrund eines nicht regelkonformen Anzugs auf Platz zwei liegend disqualifiziert, fiel er auch in Garmisch aus der Wertung. Erneut war die Beinlänge nicht in Ordnung. Für beide Vergehen bekam er die Gelbe Karte, die nun in eine Rote umgewandelt wird. Die Tournee ist für den Großschanzen-Weltmeister von 2023 gelaufen, er wird für die Bewerbe in Innsbruck und Bischofshofen gesperrt.

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