Landeshauptmann Peter Kaiser blickt auf ein bewegtes Jahr voller Krisen, aber auch freudiger Ereignisse zurück. Er betont die Rolle des Miteinanders, übt sich in Zuversicht. FP und TK kontern mit scharfer Kritik.
„Das vergangene Jahr war von einer geopolitischen Neuordnung, einem Werteverfall, bestimmt“, beginnt Landeschef Peter Kaiser seinen Jahresrückblick, erinnert an den schrecklichen Terroranschlag in Villach, betont aber: „Es gab auch Positives. Kärnten ist ins Zentrum Europas gerückt.“
So war die Eröffnung der Koralmbahn – Kaiser dankt „allen, die das möglich gemacht haben“ – der Höhepunkt für die Landesregierung, während der Konflikt um die Windkraft herausfordernd war: „Wir haben uns vom Weg des Miteinanders nicht abbringen lassen und stets würdig und selbstkritisch gehandelt.“
Jubiläen und Erfolge
In diesem Jahr der historischen Jubiläen – von 105 Jahre Kärntner Volksabstimmung, der „ersten demokratischen Entscheidung in Kärnten“, über 80 Jahre Kriegsende bis 30 Jahre EU-Mitgliedschaft – setzte Kärnten auch international Akzente. Als Erfolge streicht Kaiser zudem das Erinnerungsjahr, Sportinitiativen für Kinder und Jugendliche, vielfältige Kulturevents, Erfolge im tertiären Bildungsbereich und Kooperationen im Alpen-Adria-Raum und auf EU-Ebene hervor.
Staffelübergabe und kein klares „Nein“
In „absehbarer Zeit“ steht jedoch die Staffelübergabe an Daniel Fellner an – die Ziele bis dahin: „Die Kunst-und-Kultur-Strategie 2030, die Verhandlung zum Übersiedeln der Pädagogischen Hochschule Klagenfurt in den Lakeside Park.“ Danach als Privatperson? „Da freue ich mich auf eine Studienreise nach Japan“, schmunzelt Kaiser. Zu Spekulationen um eine Kandidatur als Bundespräsident – Politologe Peter Filzmaier nennt ihn eine „geeigneten Kandidaten“ – gibt er sich bedeckt, will aber „diesem renommierten Politikexperten nicht widersprechen.“
Opposition zeigt sich wenig begeistert
Sowohl die Kärntner FP als auch das Team Kärnten verweisen in ihren Reaktionen auf den hohen Kärntner Schuldenstand. „Rot und Schwarz machen Rekordschulden, aber statt in Investitionen fließen die Steuergelder in die aufgeblähte Verwaltung und die überbordende Bürokratie! SPÖ und ÖVP hinterlassen uns einen finanziellen und wirtschaftlichen Scherbenhaufen“, kritisiert FP-Chef Erwin Angerer und TK-Chef Gerhard Köfer betont: „Kärnten trägt Verantwortung gegenüber der Bevölkerung von heute und gegenüber den Kindern und Enkelkindern. Ihnen müssen wir Chancen vererben, nicht Schulden.“
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