Selbst war er beim Finale nur Zuseher – dafür offenbar herzhafter und ehrlicher Bewunderer des großen Siegers: Marco Odermatt bekam bei Stefan Brennsteiners Sieg in Copper Mountain regelrecht Herzerl in den Augen ...
... zumindest auf Instagram. Dort nämlich widmete der im ersten RTL-Durchgang ausgeschiedene Odermatt dem am Ende siegreichen Brennsteiner eine Story. Immerhin habe gerade „einer der freundlichsten Kerle gewonnen“, schreibt Odermatt. Und postet dazu die Zieldurchfahrt von Brennsteiner, die den ersten Sieg seiner Karriere feierte.
Nach seinem persönlichen Drama bei der Heim-WM in Saalbach-Hinterglemm, als er nach wenigen Toren einen Ski verlor, nutzte Brennsteiner die Gunst der Stunde und stürmte beim zweiten Saison-Riesenslalom sogar zur Führung in der Disziplinwertung. „Das rote Trikot ist fast surreal, wenn man weiß, wie Marco Odermatt performt. Er ist blöderweise ausgefallen, aber für mich ist es natürlich eine Megasache.“
Brennsteiner als Drucklöser
Die ÖSV-Männer, die in der Vorsaison 35 Rennen lang auf den erlösenden ersten Sieg warten mussten, rüsteten sich in Colorado für eine abendliche Party. „Heute feiern wir den Brandy ab“, kündigte der viertplatzierte Marco Schwarz an. „Es nimmt natürlich Druck und macht auch jedem Spaß, wenn man sieht, dass das Skifahren da ist“, sagte Marko Pfeifer über den Saisonstart seiner Mannschaft. Der ÖSV-Cheftrainer empfand „unglaubliche Freude“ für Brennsteiner, „wenn man weiß, wie oft er schon unglaublich nahe an einem Sieg oder einer Medaille dran war“.
Im österreichischen Riesentorlauf-Team gilt Brennsteiner als Benchmark. „Brandy ist ein guter Typ, ein Schmähführer und Teamplayer. Er gibt den Ton im Training an. Wenn man sich da anhalten kann, ist es mega“, sagte Schwarz. Laut Pfeifer ist der Neo-Sieger, der bereits vier Kreuzbandrisse weggesteckt hat, im laufenden Olympiawinter für weitere Großtaten gut. „Brandy ist ein lockerer Typ, ein Schmähführer, aber er wird jetzt sehr gefährlich.“
Kristoffersen sieht „sehr starken ÖSV im Moment“
„Sowas von den Kollegen zu hören, ist schön“, antwortete Brennsteiner direkt auf die Lobeshymnen. „Für mich ist es wichtig, dass man einfach ein vernünftiger Mensch ist.“ Sich nun anstellende Schulterklopfer fürchtet er nicht. „Sollen die Schulterklopfer kommen, passt auch, ist auch schön. Aber ich weiß relativ genau, wer hinter mir steht und mir immer viel geholfen hat. Denen will ich danken.“

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