Energieräuber

Schlaflos? So holen Sie sich die Nacht zurück!

Regeneration & Schlaf
19.11.2025 06:00

Schlafstörungen gehören zu den häufigsten medizinischen Problemen überhaupt. Rund ein Drittel der Bevölkerung schläft nicht erholsam, zehn Prozent erfüllen die Kriterien einer behandlungsbedürftigen Insomnie. Wer dauerhaft nicht ausruht, riskiert körperliche und psychische Folgen – von Herz-Kreislauf-Problemen bis zu Depressionen.

„Viele unterschätzen die Folgen“, betont Dr. Martin Ecker, Primar am Zentrum für Suchtmedizin des LKH Graz II – Standort Süd. „Schlechter Schlaf wirkt sich nicht nur auf die Leistungsfähigkeit, sondern auch auf die psychische Gesundheit aus.“ Von einer chronischen Insomnie spricht man, wenn Ein- oder Durchschlafstörungen oder frühes Erwachen über mindestens drei Monate hinweg mehrmals pro Woche auftreten – und zusätzlich die Tagesbefindlichkeit beeinträchtigt ist.

Typisch ist ein Zustand ständiger Anspannung. „Betroffene können nicht abschalten, fühlen sich erschöpft und entwickeln oft eine regelrechte Angst vor der Nacht“, so Dr. Ecker im Fachmagazin „Ärzte Krone“. „Das führt zu einem Teufelskreis: Je mehr man sich auf den Schlaf fixiert, desto schwieriger wird es, zur Ruhe zu kommen.“

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Leider greifen viele Betroffene und auch Ärzte zu schnell zu Medikamenten.

Dr. Martin Ecker, Primar am Zentrum für Suchtmedizin des LKH Graz II – Standort Süd

Die Forschung zeigt, dass Schlaf ein dynamischer Prozess ist, der sich anpasst. Der Körper kann fehlende Stunden teilweise durch intensiveren Tiefschlaf kompensieren. „Das ist ein wichtiger Hinweis, um Ängste vor den Folgen von Schlafmangel zu nehmen“, so Dr. Ecker. „Man muss nicht doppelt so lange schlafen, um eine durchwachte Nacht auszugleichen – der Körper reguliert vieles selbst.“

Wirksame Therapie, frei von Nebenwirkungen
Bewährt hat sich die kognitive Verhaltenstherapie. Dabei wird die Zeit im Bett bewusst verkürzt, damit sich der Schlafdruck erhöht und das Einschlafen leichter fällt. Außerdem wichtig sind feste Aufstehzeiten, Entspannungstechniken und Stimulus-Kontrolle, bei der das Gehirn darauf trainiert wird, das Bett wieder ausschließlich mit Schlaf zu verbinden. „Diese Therapie ist sehr wirksam, frei von Nebenwirkungen und sollte viel häufiger eingesetzt werden“, sagt Dr. Ecker. „Leider greifen viele Betroffene und auch Ärzte zu schnell zu Medikamenten.“ Diese haben ihren Platz, aber nur kurzfristig.

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