Mit der Anwaltsserie „All’s Fair“ (ab sofort auf Disney+) will sich Reality-TV-Ikone Kim Kardashian als Schauspielerin einen Namen machen – doch dabei können ihr auch Hollywood-Großkaliber wie Naomi Watts, Sarah Paulson und Glenn Close nicht helfen...
Lady Gaga, Will Smith, Justin Timberlake – es gibt sie! Jene Stars, die sich auf dem zweiten Bildungsweg erfolgreich in der hohen Kunst der Schauspielerei entfalten konnten. Klar, dass nun also alle Augen auf Kim Kardashian gerichtet sind. Das ist sie bereits aus etlichen Staffeln von „Keeping Up with the Kardashians“ gewohnt, jener Reality-TV-Serie, die sie in bisher kaum da gewesene Sphären von Bekanntheit und Reichtum katapultiert hat. Und jetzt will sie als Anwältin in die TV-Geschichte eingehen. Das lässt sich natürlich wunderbar vermarkten, schließlich war ihr Papa Robert Kardashian nicht nur einer der Verteidiger im legendären Strafprozess gegen O. J. Simpson, Kim hat seit heuer auch selber ein abgeschlossenes Jus-Studium. Gemeinsam mit ihren 354 Millionen Followern auf Instagram sollte dem Serienerfolg von „All’s Fair“ also nichts im Weg stehen – wenn das Wörtchen wenn nicht wäre...
Gemeinsam mit ihrer Kollegin Liberty Ronson (Naomi Watts) verlässt Allura Grant (Kardashian) eine männerdominierte Anwaltskanzlei, um selber eine für Familienrecht zu gründen – mit dem Segen von der einzigen weiblichen Partnerin Dina Standish (Glenn Close). Dabei lassen sie Mitstreiterin Carrington Lane (Sarah Paulson) zurück. Zehn Jahre später sind alle gut im Geschäft, doch Lanes Rachsucht ob des Ausgeschlossenwerdens ist auf dem Höhepunkt. Sie schnappt sich Alluras Ehemann als Mandanten, um ihre Gegenspielerin in der eigenen Scheidung gnadenlos fertig zu machen.
Gnadenlos schlecht
Apropos gnadenlos: So gnadenlos schlecht, wie das Drehbuch und die Charaktere geschrieben sind, grenzt es an ein Wunder, dass Erfolgs-Serienschöpfer Ryan Murphy („American Horror Story“, „Glee“) dieses Werk tatsächlich der Öffentlichkeit präsentiert. Das Einzige, was noch schlechter ist als das Skript, ist Kardashians uninspirierte Darstellung einer Scheidungsanwältin. Aber auch ihre preisgekrönten Kolleginnen wie Paulson, Close und Watts beißen sich am dünnen Stoff die Zähne aus. Da hat man mit „Keeping Up With The Kardashians“ einen weitaus gehaltvolleren TV-Abend.
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