17. Februar 2014

Enttäuschung ist bald vorbei

Sport
16.02.2014 18:58
Leider hat die Lockerheit der Abfahrts-Goldenen Matthias Mayer dann doch nicht zum ebenfalls ersehnten Super-G-Triumph getrieben. Aber sie war auch nicht die Ursache dafür, dass er an einem Tor vorbeigefahren ist. Ich glaube, den Grund kann man ganz oben auf der Strecke finden. Nachdem er sich beim Antauchen am Start selbst auf die Ski getreten ist, wird er sich gedacht haben: Jetzt muss ich erst recht Vollgas geben, damit das mit der Medaille was wird.

Oben ist Matthias dann auch eine großartige Fahrt gelungen, doch bei seinem Ausfall hat er über die Welle eine zu direkte Linie gewählt. In der Luft kann man nicht mehr korrigieren, so fuhr er am nächsten Tor vorbei. Schade, ich denke, dass er sich sonst mit Kjetil Jansrud um Gold hätte matchen können. Matthias wird sicher der Chance nachtrauern, weil er wirklich in Topform war. Aber spätestens wenn er daheim sein Abfahrts-Gold feiert, wird von Enttäuschung keine Spur mehr bei ihm sein.

Ansonsten bot der Super-G ein sehr überraschendes Podium. Damit meine ich nicht Kjetil Jansruds Sieg. Der ist wie seine Landsleute Kjetil Andre Aamodt und Aksel Lund Svindal, seine siegreichen Vorgänger im olympischen Super-G, ein Top-Skifahrer. Mit Andrew Weibrecht und Jan Hudec war eher weniger zu rechnen.

Für Otmar Striedinger und Max Franz ist es bitter, dass sie so knapp am Podest vorbeigefahren sind, eine große Chance ausgelassen haben. Beide haben mehrere kleine Fehler gemacht, da können sie sich leicht ausrechnen, wo sie die Medaille liegen gelassen haben.

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(Bild: KMM)



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