Eineinhalb Wochen ist der vierstündige Polizeieinsatz bei einem antifaschistischen Sommercamp am Peršmanhof – einer Gedenkstätte in Bad Eisenkappel – her. Nun hat das Innenministerium eine Analysekommission eingerichtet, die bis Ende September einen Bericht samt Empfehlungen erstellen soll.
Teil der Kommission werden neben kärntner-slowenischen Vereinen auch Vertreter aus Wissenschaft, Gedenkkultur und Justiz. Mathias Vogl, Leiter der Sektion Recht im Innenministerium, soll den Vorsitz innehaben, weitere Mitglieder sind u.a. Bernard Sadovnik, Vorsitzender des Beirats für die slowenische Volksgruppe im Bundeskanzleramt, Historikerin Lisa Rettl vom Verein Peršman sowie Barbara Glück, Direktorin KZ-Gedenkstätte Mauthausen.
Teilnehmer des Einsatzes wurden laut Ministerium bewusst nicht in die Kommission aufgenommen: „Das ist notwendig, um die Distanz zu wahren.“ Ziel ist die „Aufarbeitung und Evaluierung des polizeilichen Einsatzes unter Berücksichtigung der historischen Dimension“.
„Das Innenministerium und die Polizei bekennen sich zu einer zeitgemäßen und notwendigen Erinnerungs- und Gedenkkultur in Österreich. Handlungen der Polizei an Orten nationalsozialistischer Gräueltaten müssen daher von besonderer Sensibilität und dem Bewusstsein über die historische Verantwortung der Polizei und unseres Landes getragen sein“, erklärte Innenminister Gerhard Karner.
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