Beim ersten Triumph nach dem für die Azzurri legendären Sieg in Lillehammer 1994 setzte sich Italien 15,7 Sekunden vor Deutschland durch. Schlussläufer Tobias Angerer verwies im Sprint den Schweden Mathias Fredriksson auf Rang drei.
Die Italiener waren aus dem Häuschen, Österreichs Langläufer kehrten deprimiert in ihre Unterkunft zurück. Sie waren dort in der Nacht zuvor Ziel einer Anti-Doping-Razzia der italienischen Behörden mit Hausdurchsuchung und Leibesvisitation geworden und wurden anschließend von Angehörigen der Welt-Anti-Dopingagentur zu einer Dopingkontrolle nach Sestriere gebracht. Erst gegen ein Uhr früh kehrten sie zurück.
Kein Schlaf wegen Doping-Razzia
"Ich habe keine Sekunde geschlafen", erklärte Martin Tauber. Zuletzt in drei Rennen mitten in der Weltklasse, vermochte der Tiroler als Startläufer von Anfang an das Tempo der Spitze nicht zu halten, war nach knapp fünf Kilometer schon 16. und Letzter (+34 Sekunden). Seinen Nachfolgern erging es nicht besser. Nach Jürgen Pinter und Roland Diethart lag Österreich aussichtslos 5:21,5 Minuten zurück, Johannes Eder wurde wegen des großen Rückstandes regelgemäß aus dem Rennen genommen.
"Wenn man keine Minute schläft, ist nichts anderes zu erwarten", erklärte ÖSV-Sportdirektor Markus Gandler. Er hatte es den Athleten frei gestellt zu starten.








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