19.11.2013 10:54 |

"Schanze frei"

ÖSV-Adler starten in Klingenthal in neue Saison

Ab Freitag heißt es wieder "Schanze frei" für die Skispringer. Nach vielen Jahren in Finnland beginnt die Saison, deren absoluter Höhepunkt die Olympischen Spiele in Sotschi sind, heuer erstmals in Klingenthal. Österreichs "Adler" beginnen die Weitenjagd mit einem Sextett.
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Gregor Schlierenzauer, Thomas Morgenstern, Wolfgang Loitzl, Manuel Fettner, Stefan Kraft und Andreas Kofler reisen am Donnerstag nach Deutschland. Die Trainingssprünge in der Vogtland-Arena werden die ersten auf Schnee überhaupt sein. "Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, eine Weltcupsaison ohne Schneesprünge zu beginnen", meinte Cheftrainer Alex Pointner - Schlierenzauer und Co. absolvierten vergangene Woche noch Einheiten auf der Matte.

Der rot-weiß-roten Equipe liegt die Schanze in Klingenthal, wo man schon zum Ende der vergangenen Saison Schnee auf Vorrat produziert und bis jetzt konserviert hat, gut. "In Sachen Schneesicherheit ist alles auf grün, das Wetter muss überall passen. Auch von den Ergebnissen her fühlen wir uns dort sehr wohl, es ist eine hochmoderne Schanze", erklärte Pointner.

Pointner will in jedem Olympia-Bewerb eine Medaille
Zu den Höhepunkten gehören freilich auch Ziele. "Wir erhoffen uns natürlich in jedem Bewerb, da brauchen wir nicht tiefstapeln, eine Medaille", sagte Pointner nach dem Olympiaziel befragt. Als Vorgabe will er das nicht verstanden wissen, aber: "Wir sind die erfolgreichste Mannschaft der vergangenen Jahre und haben eine sehr gute Vorbereitung hinter uns." Ein Mitgrund für das stark reduzierte Mitwirken am Sommer-Grand-Prix.

Nach der unglaublichen Serie von acht Nationencup-Siegen en suite hatte Pointners Truppe in der Vorsaison allerdings erstmals wieder das Nachsehen, auch in den sechs Teambewerben stand Österreich nie ganz oben. "Natürlich wurmt es mich, weil die mannschaftliche Dichte immer schon ein großes Ziel von mir war. Und es war auch die Basis des ganzen Erfolges der 'Superadler', dass wir zuerst in der Mannschaft tolle Ergebnisse geliefert haben", gestand Pointner.

Der unterschiedlichen Anlauflängen geschuldeten Unübersichtlichkeit bei der Platzierung der Springer wegen Punkteabzügen und -gutschriften will die FIS übrigens heuer endlich vorbeugen. "Die Zuschauer sollen künftig eine eingeblendete Linie sehen, wie weit ein Springer hüpfen muss, damit er die Führung übernimmt", sagte Renndirektor Walter Hofer. "Die Technologie wird zeigen, ob wir das tun können."

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