Als Regierungsvertreter erklärt hätten, man spioniere keine Amerikaner aus, sei das für ein weltweit tätiges Unternehmen wie Facebook nicht gerade hilfreich gewesen. "Das war echt übel", meinte Zuckerberg.
"Es ist mein Job und der von Facebook, alle zu schützen, die Facebook nutzen." In diesem Zusammenhang betonte der Facebook-Chef, dass die Regierung in Washington keinen direkt Zugriff auf die Server seines Unternehmens habe. Er wünsche sich, dass die Regierung von sich aus mehr dazu beitrage, die Sache aufzuklären, meinte Zuckerberg.
Internetfirmen fürchten sich vor Vertrauensverlust
Facebook und andere Internetkonzerne wie Yahoo, Microsoft und Google fordern in der Öffentlichkeit und mit Klagen vor einem Geheimgericht, dass sie den Umfang der geheimdienstlichen Anfragen bekannt geben dürfen. Die Internetfirmen fürchten einen Vertrauensverlust bei den Nutzern und damit letztlich geschäftliche Einbußen.
"Wenn du dich nicht fügst, ist es Landesverrat und du wirst inhaftiert", hatte Yahoo-Chefin Marissa Mayer zuvor auf der gleichen Konferenz gesagt, die von der Technologie-Website "TechCrunch" veranstaltet wurde. "Wir halten bei Anfragen dagegen", versicherte sie. Wenn der Konzern den Kampf ums Ausspähen aber verliere, müsse er den Anweisungen folgen, um nicht als Verräter zu gelten.
Mayer zeigte sich bei dem Thema aber insgesamt zurückhaltender als Zuckerberg. Bisher hatten sich vor allem die Chefjustiziare der Internetfirmen zur Internetspionage geäußert.
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