Die Umfahrung sei dort "auf einer Länge von rund 850 Metern ohnedies nur einspurig befahrbar", sagte Köll. Nach dem neuerlichen Erdrutsch betrage der einspurige Abschnitt nun knapp einen Kilometer. "Für die Autofahrer hat sich nicht viel verändert", betonte der technische Leiter.
Jetzt müssten Geologen die geplanten Dauersicherungsmaßnahmen, an denen derzeit gearbeitet werde, neu bewerten, erläuterte Köll. Vor der Eröffnung der Ersatzstraße seien diese neben einem "Sofort-Sicherungsprogramm" festgelegt worden. Als Sofortmaßnahmen seien unter anderem Betonleitwände und Verankerungen installiert worden. Erstere hätten das Material im betroffenen Abschnitt auch weitgehend aufgehalten.
Sicherungsposten eingesetzt
Weil aber eine geringe Menge auf die Fahrbahn gekommen sei, habe es in der Nacht sicherheitshalber eine Sperre gegeben. Der Abschnitt werde derzeit von mehreren Sicherungsposten kontrolliert: Unter anderem befinde sich einer rund 15 Meter oberhalb der betroffenen Stelle, der im Falle einer neuerlichen Bewegung Alarm schlägt.
Die Ersatzstraße war erst Ende Juli eröffnet worden, nachdem die Lawinengalerie der Felbertauernstraße bereits Mitte Mai bei einem Felssturz auf einer Länge von 95 Metern zerstört worden war. Die mautpflichtige Felbertauernstraße ist die einzige Straßenverbindung zwischen Salzburg und Osttirol.
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