Großeinsatz am späten Freitagvormittag am Pitztaler Gletscher in Tirol: Ein Skifahrer stürzte rund 30 Meter in eine Spalte – der Mann konnte von den Einsatzkräften geborgen werden. Der Pole (23) überstand den fatalen Zwischenfall offenbar mit leichteren Verletzungen relativ glimpflich.
Einsatzkräfte sprechen von einem Wunder! Das Unglück passierte gegen 10.30 Uhr im freien Skiraum auf 3100 Metern Seehöhe im Bereich der sogenannten Wildspitzbahn.
Er blieb letztlich auf einer Schneebrücke liegen.

Christian Rimml, Ortsstellenleiter Bergrettung Innerpitztal
Bild: Bergrettung Innerpitztal
Der Skifahrer sei rund 30 Meter tief in eine Gletscherspalte gestürzt. „Er blieb letztlich auf einer Schneebrücke liegen“, schildert Christian Rimml von der Bergrettung Innerpitztal im Gespräch mit der „Krone“. Die Spalte selbst sei laut dem Einsatzleiter noch um einiges tiefer gewesen.
Einsatzleiter: „Wir staunten!“
Die Bergrettung war mit 13 Mitgliedern ausgerückt. Die Einsatzkräfte bauten einen Flaschenzug, mit dem sie das Opfer aus den rund 30 Metern Tiefe wieder zurück an die Oberfläche brachten. „Wir staunten, dass der Mann offenbar nur leichte Verletzungen erlitt“, so Rimml weiter.
Kuriose Unglücksumstände
Die Umstände des Unglücks waren kurios: Offenbar hatte der Pole die gesicherte Piste zu Fuß ohne Skier verlassen, um seine Kopfhörer zu suchen. Dabei brach der Mann durch die Schneedecke durch und stürzte in die Spalte.
Nach der Erstversorgung wurde der verletzte Wintersportler mit dem Notarzthubschrauber „Alpin 2“ in ein Krankenhaus geflogen. Er hat lediglich eine leichte Knieverletzung davongetragen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.