31.07.2013 09:39 |

Zynischer Protest

"Great Firewall of Porn" filtert alles außer Porno

Der Protest gegen die geplante Einführung eines Internetfilters für pornographische Inhalte in Großbritannien treibt teils seltsame Blüten. Ein findiger Hacker will der Regierung David Camerons nun mit seinem ganz eigenen Pornofilter unter die Arme greifen: Seine "Great Firewall of Porn" blockiert alles, was keine nackten Tatsachen zum Inhalt hat.

"Wie ich hörte, will die britische Regierung einen Pornofilter entwickeln. Das wurde aber verdammt noch mal auch Zeit. Ich bin es leid, bei der Suche nach Brüsten im Internet ständig auf nicht-pornografische Themen zu stoßen", schreibt Hacker "SickSad" sarkastisch in seinem Blog. Er habe sich daher dazu entschlossen, der Regierung zu helfen, und einen Internetfilter entwickelt, der nur pornografische Inhalte durchlasse.

Die Inspiration dazu holte sich "SickSad" laut eigenen Angaben bei "anderen großen Internetfilter-Nationen wie Nordkorea, China, Syrien, dem Iran, Kuba, Bahrain, Weißrussland, Burma, Usbekistan, Saudi Arabien und Vietnam". Wie seine in Anlehnung an chinesische Filter "Great Firewall of Porn" getaufte Internetsperre funktioniert und wie sie sich selbst einrichten lässt, erläutert der Hacker ausführlich in seinem Blog.

Auch wie es aussieht, wenn unbedarfte Nutzer statt freizügiger ganz normale Websites ansurfen wollen und daraufhin blockiert werden, ist dort anhand eines Screenshots (siehe oben) zu sehen. Inmitten gezeichneter Penisse steht der Hinweis: "Sie wollen sich offenbar Inhalte nicht-pornografischer Natur anschauen. (…) Der neuen Rechtsprechung nach ist das Internet ausschließlich für Pornos da."

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