12.07.2013 17:48 |

Tour de France

Cavendish gewinnt 13. Etappe, Froome büßt Zeit ein

Mark Cavendish hat am Freitag die 13. Etappe der Jubiläums-Tour-de-France gewonnen. Der britische Ex-Weltmeister setzte sich nach 173 Kilometern von Tours nach Saint-Amand-Montrond im Sprint gegen Peter Sagan aus der Slowakei und Bauke Mollema aus den Niederlanden durch. Für Cavendish war es der zweite Etappensieg in diesem Jahr. Der Tagesdritte Mollema verbesserte sich in der Gesamtwertung auf den zweiten Rang.

Überraschend verloren Spitzenreiter Chris Froome aus Großbritannien und der am Start noch zweitplatzierte Spanier Alejandro Valverde gegen Alberto Contador und den neuen Zweiten Mollema auf der Flachetappe viel Zeit. Froome konnte sein Gelbes Trikot zwar noch verteidigen, büßte aber auf Mollema und Contador 1:09 Minuten ein.

Valverde verlor nach Defekt mehr als neun Minuten
Dessen Landsmann Valverde verlor auf der verrückten 13. Etappe nach einem Defekt bei Kilometer 84 sogar mehr als neun Minuten. Froome geht mit 2:28 Minuten Vorsprung auf Mollema und 2:45 Minuten auf Ex-Sieger Contador in die 14. Etappe am Samstag.

Laut Streckenplan hatte der Tagesabschnitt im Departement Indre-et-Loire wenig Spektakuläres erwarten lassen. Er entpuppte sich aber als außerordentlich ereignisreich – der starke Wind und ständige Attacken sorgten dafür, dass sich auf den letzten 50 Kilometern viele verschiedene Gruppen bildeten.

Team Saxo-Bank forcierte Contador
Den überraschendsten Angriff lancierte das Team Saxo-Bank mit dem zweimaligen Tour-Sieger Contador an der Spitze 30 Kilometer vor dem Ziel. Auf flachem Terrain sorgte der Kletterspezialist aus Madrid für einen großen Abstand vor dem erneut völlig auf sich allein gestellten Froome. Damit begann seine Aufholjagd gegen den Briten, der am Freitag gemerkt haben dürfte, dass die Jubiläumstour für ihn noch lange nicht gewonnen ist.

Froomes Team war erneut geschwächt ins Rennen gegangen, so hatte sich Edvald Boasson Hagen am Freitag schon auf den Heimweg nach Norwegen machen müssen. Der WM-Zweite hatte sich beim Massensturz am Donnerstag das Schulterblatt gebrochen. Damit war das Team Sky nur noch mit sieben Fahrern unterwegs, nachdem Wasil Kirienka auf der neunten Etappe aussteigen hatte müssen.

Froome: "Das war ein weiterer Warnschuss"
Außerdem ist Geraint Thomas seit seinem Sturz zum Auftakt mit einer angebrochenen Hüfte stark gehandicapt. Ergebnis dieser Rückschläge war die Wehrlosigkeit Froomes bei der überraschenden Contador-Attacke. "Das war ein weiterer Warnschuss. Wir müssen speziell in solch einfach erscheinenden Etappen auf der Hut bleiben", sagte Froome.

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