Herdprämie oder Recht auf Kinderbetreuung? Darüber entbrannte am Mittwoch im Tiroler Landtag eine lebhafte Debatte. Tirol will mit dem Recht auf Vermittlung eines Kinderbildungs- und -betreuungsplatzes für alle Kinder ab zwei Jahren eine österreichweite Vorreiterrolle einnehmen.
„Auch der Bund stellt bis 2030 viereinhalb Milliarden Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung zur Verfügung, damit Eltern in Zukunft echte Wahlfreiheit haben und die Frage, wie schnell man in den Beruf zurückkehrt, nicht an der Betreuung der Jüngsten scheitert“, sagte Gesundheits-LR Cornelia Hagele.
Eltern sollen frei entscheiden können, ob sie ihre Kinder zuhause erziehen oder eine Bildungseinrichtung nutzen möchten.
Bildungs-LR Cornelia Hagele
Über den Projektstand berichtet Hagele im Landtag, dass es bereits jetzt drei Pilotregionen in Tirol mit Koordinatoren gebe. „Außerdem investiert das Land Tirol zusätzlich Millionen in den Ausbau der Infrastruktur für Kinderbildung und -betreuung. Daneben werden gleichzeitig die Tageselternstruktur und Betriebskindergärten weiter ausgebaut, und die Elternbeiträge sollen harmonisiert werden. Des Weiteren wird in Arbeitsgruppen mit Hochdruck am Konzept der digitalen Anmeldeplattform gearbeitet“, sagte Hagele.
Unterstützung für alle Familien
Entgegen aktueller Debatten im Bund sei ihr als Tiroler Bildungslandesrätin besonders wichtig, dass alle Familien unterstützt werden. Hagele verweist dabei unter anderem auf die jüngsten Initiativen der Bundesregierung: „Einkommensschwache Familien haben etwa im letzten Jahr automatisch pro Kind 60 Euro im Monat zusätzlich bekommen. Pro Kind erhalten Eltern mittlerweile 2000 Euro pro Jahr Familienbonus.“
„Kinder lernen Liebe, Vertrautheit und Geborgenheit in der Familie. Österreich gibt am meisten für sie aus“, betonte LH Anton Mattle.
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