Katharina Liensberger ist mit dem Auftakt in die neue Ski-Weltcupsaison zufrieden. Die ÖSV-Athletin hatte in den vergangenen Jahren mit Rückschlägen zu kämpfen und freut sich nun wieder vorne mitzumischen. „Plötzlich ging alles wieder leicht. Das ist wunderschön“, so die 27-Jährige.
Es läuft endlich wieder rund bei Liensberger. Nach ihrem Podestplatz in Levi, zeigte die ÖSV-Athletin auch beim Slalom in Gurgl, dass mit ihr in diesem Jahr wieder zu rechnen ist. Zwar ist der siebte Rang, für die Gewinnerin der Slalom-Kristallkugel der Saison 2020/21, erstmal kein großes Highlight – doch ein Blick auf ihre vergangenen zwei Jahre, lässt den eigentlichen Wert erahnen.
Denn nach ihrem großen Triumph lief es schließlich gar nicht mehr nach Plan. „Wenn ich zurückblicke, sind mir in meiner Karriere viele Dinge extrem leicht von der Hand gegangen, es ging immer bergauf. Der Rückschritt aber... Das waren die harten Tage, die ich nicht gerne in meiner Erinnerung behalte“, resümiert Liensberger im Interview mit „Eurosport“.
Krise hatte ihre Gründe
Es war eine Zeit der sportlichen Talfahrt, die bei der 27-Jährigen Spuren hinterlassen hat. „Ich hatte eine längere Phase, in der es nicht geklappt hat. Und zwar nicht grundlos. Nach meinen Erfolgen hat sich alles verändert und umgestellt, auch im Team“, analysiert die Ski-Rennläuferin. Die großen Umstellungen hätten dazu geführt, dass gewohnte Abläufe umgestellt wurden – mit dem neuen Trainer Livio Magoni hat es dann auch nicht geklappt.
Nach wenigen Monat endete die Zusammenarbeit. „Im vergangenen Jahr haben wir uns wieder neu aufgestellt“, so Liensberger, die darin auch den Schlüssel ihres neuen Erfolges sieht: „Es hat Zeit gebraucht, sich kennenzulernen. Durch das Engagement und die Hingabe meines Teams haben wir es geschafft, erneut Leistung auf allerhöchstem Niveau zu bringen.“
Jetzt wieder um die Spitzenpositionen zu fahren sei einfach großartig, zeigt sich Liensberger zufrieden. „Bei gewissen Schwüngen bekam ich das Gefühl, als würde ich fliegen. Plötzlich ging alles wieder leicht. Das ist wunderschön“, freut sich die 27-Jährige. Jetzt möchte sie aber ruhig bleiben. „Ich will mich gut fühlen und das auf den Schnee bringen. Wenn sich meine Schwünge gut anfühlen, dann weiß ich, dass ich Gas geben und an mein Limit gehen kann“, lautet das Erfolgsrezept.
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