Austria Wien kommt

Stabil! In der WAC-Zentrale stehen vier „Bäume“

Kärnten
09.11.2024 09:57

Das Team der Stunde kommt ins Lavanttal! Der WAC empfängt am heutigen Samstag in der Bundesliga Austria Wien, das bei vier Siegen in Folge hält. Stoppen will man den Veilchen-Express mit Zweikampfstärke und Herz. Trainer Didi Kühbauer könnte dabei erneut auf die zuletzt erfolgreiche Dreierkette zurückgreifen.

Im Jahr 2019 standen im Klagenfurter Fußball-Stadion bekanntlich beim Kunstprojekt „For Forest“ Bäume – 299 waren es an der Zahl. Daher konnte der WAC die Gruppenspiele in der Europa League auch nicht in Kärntens Hauptstadt austragen. Jetzt aber haben die „Wölfe“ selbst vier „Bäume“ in der defensiven Zentrale, die für sehr viel Stabilität sorgen. 

  • Dominik Baumgartner: Der Wolfsberger Kapitän ist 1,88 Meter groß und hat mit 69 Prozent seiner Zweikämpfe die viertmeisten in der gesamten Bundesliga gewonnen.
  • Nicolas Wimmer: 1,90 Meter groß und sehr kopfballstark! Mit 70 % gewonnenen Zweikämpfen liegt er ligaweit hinter Cvetkovic (Rapid) und Mitrovic (BW Linz) auf Platz drei.
  • Simon Piesinger: Mit 1,96 Metern der Riese vor der Abwehr – Spitzname „Maibaum“. Er hat eine Zweikampfquote von 58 Prozent. 
  • Chibuike Nwaiwu: Die neue Kampfmaschine (hat 60 Prozent aller Duelle gewonnen) ist gesetzt, 1,93 m groß und kann variabel in der Abwehr und im Mittelfeld auflaufen. 
Simon Piesinger hat mit 1,96 Metern die Lufthoheit.
Simon Piesinger hat mit 1,96 Metern die Lufthoheit.(Bild: GEPA pictures)

Starke Zweikampf-Quote
Auch dank dieser vier Stützen führt der WAC die Zweikampfstatistik der Bundesliga gemeinsam mit dem LASK mit 53 Prozent an. „In den Duellen und in der Luft sind wir richtig stark, keine Frage“, sagt Kapitän Baumgartner. „Defensiv ist das System jetzt kompakter als davor. Aber wir müssen offensiv wieder zu mehr Chancen finden. Das war zuletzt das Manko.“ Ähnlich sieht das Trainer Didi Kühbauer: „Wir wollten eine Präsenz am Feld haben, auch bei den Kopfbällen – deshalb haben wir auch zum Beispiel Wimmer geholt. Wobei die Arbeit nach hinten der Offensive teilweise nicht optimal klappt – wenn Atanga und Kojzek von den Verletzungen zurück sind, wird sich aber auch das wieder bessern.“

Dominant im Zweikampf: Wolfsbergs Hünen Wimmer (li.) und Nwaiwu!
Dominant im Zweikampf: Wolfsbergs Hünen Wimmer (li.) und Nwaiwu!(Bild: f. pessentheiner)

„Herz auf dem Platz lassen!“
Fakt ist: Weil man bei der 1:2-Niederlage im Derby in Klagenfurt zwei Tore aus Elfmetern kassiert hat, sind die Lavanttaler seit drei Partien (davor 1:0 gegen BW Linz und 0:0 gegen Salzburg) ohne einen Gegentreffer aus dem Spiel. Wobei mit Austria Wien am heutigen Samstag das formstärkste Team der Liga kommt – die Veilchen halten bei vier Siegen in Folge. „Sie spielen nicht aus einem Guss, aber holen die Punkte. Sie sind stabil, haben viel Routine im Kader mit Dragovic und Co. – wir müssen unser Herz auf dem Platz lassen“, sagt Trainer Kühbauer, der den Platz des gesperrten „Co“ Jochum auf der Bank nicht nachbesetzt.

Dreierkette wieder als Option
Gegen Salzburg und in der zweiten Halbzeit im Derby ist der WAC mit einer Dreierkette aufgelaufen, da ist Nwaiwu hinten zwischen Baumgartner und Wimmer reingerückt – geklappt hat es beide Male gut. Daher könnte diese Variante auch gegen Austria Wien zum Einsatz kommen – lange hatte „Küh“ ja mit einem 4-2-3-1 gespielt. Kühbauer: „Viele Teams agieren jetzt mit einer Dreierkette, es macht das eigene System einfach sicherer. Für uns ist es gut, wenn wir variabel sind – wir können das dann auch spontan im Spiel ändern.“

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