Wilde Szenen spielten sich auf einem Firmengelände in Reichenau an der Rax im Bezirk Neunkirchen ab. Ein 38-Jähriger bedrohte zunächst mehrere Passanten und den Portier, ehe er auf die alarmierte Polizei losging.
Warum der Messer-Mann Samstagabend derart durchgedreht ist, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Gegen 18 Uhr gingen jedenfalls erste Notrufe bei der Polizei ein: Der 38-Jährige hatte ein Messer gezückt, Passanten bedroht und einen Wagen beschädigt. Danach geriet der Portier ins Visier des Tobenden. Auch er wurde mit dem Messer bedroht, konnte aber in das Gebäude fliehen.
Sofort auf Polizisten losgegangen
Der Anblick der herbeigeeilten Uniformierten besänftigte den Bewaffneten nicht. Im Gegenteil! Er griff die Polizisten sofort an. Einer Polizistin schlug er mit der Faust ins Gesicht, einen weiteren Beamten verletzte er am Knie. Selbst der Einsatz von Pfefferspray beeindruckte den 38-Jährigen nicht. Erst nachdem Verstärkung gerufen wurde, gelang es den Angreifer zu überwältigen. Er wurde in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert. Bei einer Hausdurchsuchung wurden Drogen sichergestellt.
Nur vier Stunden später eskalierte im etwa 25 Kilometer entfernten Aspang ein vermeintlicher Routine-Einsatz. Die Polizei wurde dort zu einem Wohnungsbesitzer (44) gerufen, der in der Nacht viel zu laut Musik gehört hatte. Doch der Aufforderung, leiser zu drehen, kam er nicht nach. Stattdessen drehte er sogar noch lauter. Nachdem er folglich angezeigt werden sollte, versuchte er, die Uniformierten aus seiner Wohnung zu drängen.
Schmerzhafter Sturz
Dabei kam der 44-Jährige, der zu diesem Zeitpunkt alkoholisiert gewesen ist, jedoch selbst zu Sturz. Ein Missgeschick, das den Mann noch wütender machte. Wild gestikulierend ging er auf die Polizisten zu, bis er schließlich einen der Beamten angriff, wodurch beide Männer stürzten und sich verletzten. Auch in diesem Fall konnte die Festnahme nur mit reichlich Körperkraft durchgesetzt werden.
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