Stefan Hierländer raunzt nicht, sondern kämpft lieber! Nur einmal stand der langjährige Sturm-Kapitän in dieser Saison in der Startformation der Ilzer-Elf. Vor dem Schlager am Samstag (17 Uhr) daheim gegen Rapid spricht der Mittelfeldallrounder über seine Reservistenrolle beim Meister und seine nahe Zukunft.
Neun Einsätze mit insgesamt 107 Minuten in Liga, Cup und der Champions League stehen bei Stefan Hierländer bislang zu Buche. Nur einmal stand der Sturm-Kapitän in der Startelf, das war in der ersten Runde gegen Rapid. Eine Ausbeute, die den Allrounder freilich nicht rundum glücklich macht.
„Natürlich erwartet man sich immer mehr, das ist ja klar. Leider war ich dann in einer ungünstigen Phase auch krank. Zudem ist die Breite im Kader in dieser Saison so stark wie nie zuvor“, erklärt der Kärntner, der nach 287 Spielen für die Schwarzen längst Legendenstatus genießt.
Und da der 33-Jährige ein Sir ist, wird ihm ob seines Edeljoker- bzw. Tribünen-Daseins nie ein schlechtes Wort über die Lippen kommen. „Ich akzeptiere die Situation jetzt einmal und versuche in eine Position zu kommen, die günstiger für mich ist. Ich lasse mich nicht hängen, gebe im Training Gas. Fußball ist oft schnelllebig, ich bleibe dran“, lässt sich Hierländer nicht unterkriegen.
„Hierli“ hat gewusst, was ihn erwartet. Die sportliche Führung hatte ihm vor seiner Vertragsverlängerung im Frühjahr reinen Wein eingeschenkt, keine üppigen Einsatzzeiten in Aussicht gestellt. Der Klub weiß wiederum, was er am Vorzeigeprofi hat. Abseits des Platzes gibt Hierländer auch ohne Stammplatz die Richtung vor.
Ich stehe tagtäglich im Training bei einer Spitzenmannschaft, es funktioniert alles gut und ich fühle mich auch fit.
Sturm-Kapitän Stefan Hierländer
An einen Wechsel im Winter – um wieder mehr spielen zu können – denkt der Mittelfeldspieler noch nicht. „Wenn du so lange Profi bist wie ich, dann hast du feine Antennen eingerichtet. Ich stehe tagtäglich im Training bei einer Spitzenmannschaft, es funktioniert alles gut und ich fühle mich auch fit. Und ich habe das Selbstvertrauen, dass ich am Platz noch einiges leisten kann.“
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