Das Rennwochenende in Austin ist für Mercedes gar nicht nach Plan verlaufen. Teamchef Toto Wolff hat wenig Lust auf die erneute Underdog-Rolle und rätsel weiter über die Ursachen. „Da ging nichts mehr“ lautet sein Fazit zum Auftritt in den USA. Für den Rest der Saison hat sich der Österreicher ein Ziel gesetzt.
Das Rennwochenende schien eigentlich unter einem guten Stern zu stehen, als Mercedes am Freitag in Austin antrat, doch es endete in einem sportlichen Desaster. „Wir müssen für uns herausfinden, warum wir ein Auto haben, das am Freitag klar am schnellsten ist“, so Wolff und weiter: „Im Sprint am Samstag und vor allem im darauffolgenden Qualifying hattn wird aber nicht mehr viel zu melden. Da ging nichts mehr“.
Jetzt gehe es darum, die Ursachen zu finden. Wobei man bei Mercedes am Update festhalten will: „Ich glaube nicht, dass es ein grundlegendes Problem mit den technischen Neuerungen gibt. Ich denke eher, es hängt mit der Interaktion zwischen der Aerodynamik und dem Mechanischen zusammen“, so Wolff nach dem verpatzten Rennwochenende.
„Mercedes kein Einzelfall“
Der 52-Jährige gibt sich aber kämpferisch und sieht keinen anderen Weg, als die entstandenen Probleme in den Griff zu bekommen, damit man endlich das volle Potenzial abschöpfen könne: „Ich glaube nicht, dass wir davon weit weg sind. Wir stehen einen Schritt davor.“
Zudem ist es dem Österreicher wichtig klarzustellen, dass Mercedes kein Einzelfall sei: „Man sieht ja auch bei McLaren, Red Bull und Ferrari, dass die Leistung schwankt, und zwar in alle Richtungen. Man sieht gewisse Muster.“ Dennoch bleibt ein ernüchterndes Eingeständnis: „Wir sind wieder ein Underdog und nicht da, wo wir noch vor der Sommerpause standen“.
Was also bleibt als Fazit? Mercedes könne, das ist Wolff bewusst, aktuell nicht mit der Erwartung eines Siegs in ein Rennwochenende gehen: „Wir denken eher, wir sind derzeit die vierte Kraft. Den Rest der Saison sehen wir daher in erster Linie als einen Test, wie wir es hinkriegen, wieder dritte oder zweite Kraft zu werden.“
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