20.03.2013 10:41 |

Aus dem Norden?

Südkorea kämpft mit massiven Hackerangriffen

In Südkorea geht die Polizei Berichten über groß angelegte Hackerangriffe auf Fernsehsender sowie mehrere Banken nach. Die gemeldeten Vorfälle würden von Internetspezialisten untersucht, sagte ein Sprecher der nationalen Polizei. Berichten der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zufolge wurden die Computernetzwerke der drei öffentlichen Sender KBS, MBC und YTN lahmgelegt. Demnach waren auch die beiden Banken Shinhan und Nonghyu von den Angriffen betroffen.

Wer hinter den Cyberattacken steckt, beziehungsweise wen Südkorea dafür verantwortlich macht, ist vorerst unklar. Der verhasste Nachbar Nordkorea wird bereits für zwei Hackerangriffe auf Ziele im Süden in den Jahren 2009 und 2011 verantwortlich gemacht. Das südkoreanische Militär habe laut Berichten der britischen Tageszeitung "The Guardian" seine Cyberangriffs-Alarmstufe erhöht und die Überwachung des Internetverkehrs intensiviert.

Norden will selbst Opfer von Hackern gewesen sein
Vergangene Woche hatte der Norden nach einem zwei Tage andauernden Internetausfall den USA und Südkorea seinerseits Cyberangriffe (siehe Infobox) auf seine Internetseiten vorgeworfen. Es handle sich um "anhaltende und intensive tägliche Cyberangriffe", berichtete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA.

Die Lage auf der koreanischen Halbinsel hatte sich zuletzt wieder angespannt, nachdem Pjöngjang als Reaktion auf die Verschärfung von UNO-Sanktionen nach einem unterirdischen Atomtest den Nichtangriffspakt mit dem Süden aufkündigte. Zuvor hatte Nordkorea bereits den USA mit einem atomaren Erstschlag gedroht.

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