Traurige Tage für den Wiener Sport, eine schiefe Optik für den Fußball in der Hauptstadt. Die Nachrichten sind voll mit Meldungen über den Derby-Skandal und weitere Ausschreitungen, in der Arbeit und bei den Stammtischen wird heftig diskutiert. „Es kann nicht sein, dass man in einem Land wie Österreich Angst haben muss, zu einem Match zu gehen.“ Oder: „Wenn Vereine ihre Fans nicht im Griff haben, sollen sie zwangsabsteigen!“ Oder: „Hooligans gehören ein Leben lang gesperrt und müssen sich an Spieltagen bei der Polizei melden.“ In einem Fall sind sich alle einig – die Strafen müssen härter ausfallen!
Die hohe Gewaltbereitschaft ist verstörend, nach dem Fiasko beim Wiener Derby am letzten Sonntag wurde zwei Tage später eine weitere Linie der Eskalation überschritten.
Fans und Sicherheitskräfte des Regionalliga-Klubs Mauerwerk attackieren die gegnerischen Spieler. Kein Einzelfall. Skandale und Randale ziehen sich wie ein roter Faden durch das Unterhaus – erst vor knapp drei Wochen war ein Schiedsrichter von einem Oberliga-Spieler mit einem Kopfstoß niedergestreckt worden. Beunruhigende Szenen, Momente der Angst, den Fans wird das Fußball-Erlebnis verdorben. Und wenn nicht schleunigst entgegengesteuert wird, stürzen die Imagewerte des heimischen Fußballs ins Bodenlose ab.
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