Mit Teilen für Getriebe und Bremsen ist die Miba in der Windenergie bereits eine fixe Größe. Jetzt freut sich das Familienunternehmen aus Laakirchen über Aufträge im Wert von mehr als 50 Millionen Euro, weil Spezialmaschinen für den Bau von Windtürmen im Meer gebraucht werden.
Rotorblätter mit 400 Metern Durchmesser, Windräder, die wiederum eine Höhe von 500 Metern aufweisen – „das ist alles so groß, das kann man sich gar nicht vorstellen“, sagte F. Peter Mitterbauer, als der Miba-Eigentümer im April die Zahlen für das letzte Geschäftsjahr vorlegte und dabei über Projekte im Bereich der Windenergie für das von ihm geführte Familienunternehmen sprach.
Entwicklungsarbeit über Jahre
Gleitlager für Getriebe, Reibbeläge für Bremsen, Gleitlagerbuchsen – wenn’s um Windkraft geht, ist das Know-how der Laakirchner bei verschiedenen Teilen gefragt. In den Entwicklungen stecken viel Geld – und auch viel Zeit. „Zehn Jahre“, rechnete Mitterbauer vor.
Die Miba verdreifachte in den letzten zwei Jahren den Umsatz im Bereich der Windenergie. Jetzt stellte sich der nächste Vertrauensbeweis der Energieindustrie ein: Um mehr als 50 Millionen Euro wurden Spezialmaschinen zum Bau von riesigen Windtürmen, die dann im Meer aufgestellt werden, bestellt.
Miba Automation Systems, der firmeneigene Maschinenbauspezialist mit Sitz in Aurachkirchen, wird diese Fräsanlagen bis Ende 2026 an die holländische Sif-Group und an GS Entec aus Korea liefern. Die beiden Firmen gehören zu den Weltmarktführern für bis zu 120 Meter hohe Fundamentrohre, mit denen die Windtürme im Meeresgrund verankert sind.
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