Leser fragen, Experten antworten zu den brennendsten gesundheitlichen Themen. Gaby H. (51): Ich leide unter meinen Tränensäcken, die mich immer müde und krank aussehen lassen. Gibt es Hilfe ohne Operation?
Dr. Doris Grablowitz, Fachärztin für Dermatologie, Spezialistin für Ästhetische Medizin aus Wien: Die Ursache für stark ausgeprägte Tränensäcke ist eine Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe, die über die Lymphe nicht ausreichend abtransportiert wird. Das kann alters-, oder genetisch-, also vererbt bedingt sein.
Plötzlich auftretende, starke Schwellungen unter den Augen können auch Zeichen eines organischen Problems (Nierenfunktionsstörung, Schilddrüsenerkrankung, Herzschwäche). Das kann nur der Arzt nach einer gründlichen Untersuchung feststellen.
Es gibt eine große Zahl anderer Auslöser, die man selbst leicht abstellen kann. Etwa zu wenig Schlaf, zu viel Salz in der Ernährung, aber auch Alkoholkonsum und Rauchen können Schwellungen unter den Augen verursachen. All diese Faktoren sind Gift für die Gefäße und stören den Abtransport der Flüssigkeit. Sie zu meiden oder zu reduzieren, kann das Problem deutlich verbessern.
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Zusätzlich verliert das nur sehr dünne Bindegewebe um die Augen mit zunehmendem Alter an Elastizität und auch dadurch kann sich Flüssigkeit stauen. Bei leichten Schwellungen kann man spezielle, kühlende Augencremes mit leichter Klopfmassage rund um die Augen auftragen oder kühlende Kompressen (nicht zu kalt!) auflegen. Spezielle Lymphdrainage-Massagen helfen, die überschüssige Flüssigkeit abzubauen. Sie sollten aber nur von speziell geschulten Kosmetikerinnen oder Lymphtherapeuten durchgeführt werden.
Zu empfehlen ist außerdem, nicht auf zu weichen Polstern zu schlafen, sondern besser auf einer stabilen Nackenrolle. Dadurch wird der Lymphabfluss erleichtert und Schwellungen können sich nicht so leicht bilden.
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