56 Prozent dagegen

Keine Einführung des Parkpickerls in Wien-Währing

Österreich
22.02.2013 16:12
Die Entscheidung ist gefallen: Im Wiener Bezirk Währing wird es auch weiterhin kein Parkpickerl geben. Die Mehrheit der Bewohner, die an der Bürgerbefragung teilnahmen, stimmten gegen die flächendeckende Einführung von Kurzparkzonen. Insgesamt votierten 56,05 Prozent (11.267 Personen) gegen das Pickerl und 43,57 Prozent (8.758 Personen) dafür. Der Rest entfällt auf ungültige Stimmen.

Von den mehr als 37.000 versendeten Befragungsbögen wurden gut 20.000 Stück retourniert. Das ergibt eine Beteiligung von 53,38 Prozent. ÖVP-Bezirksvorsteher Karl Homole sprach angesichts des Ergebnisses von einer "schallenden Ohrfeige für die rot-grüne Politik des rücksichtslosen Drüberfahrens". Die Bevölkerung habe dem rot-grünen Machtrausch eine deutliche Abfuhr erteilt.

Die Parkpickerlbefragung ist bereits die zweite in Währing. Vor knapp einem Jahr ließ Homole zum ersten Mal abstimmen, wobei sich damals sogar zwei Drittel der Bewohner gegen die Einführung von Gebühren aussprachen. Seitdem ist der Stellplatzdruck allerdings gestiegen, da die angrenzenden West-Gürtelbezirke seit Oktober bewirtschaftet werden. Deshalb rang sich der schwarze Bezirksvorsteher dazu durch, noch einmal abstimmen zu lassen.

Vassilakou: "Das Ergebnis ist nicht weiter verwunderlich"
"Das Votum der Währinger ist zu respektieren. Dieses Ergebnis ist nach dem verantwortungslosen Negativ-Campaigning und Desinformieren von ÖVP und Co. aber auch nicht weiter verwunderlich. Was die ÖVP in ihrer Argumentation tunlichst verschweigt, ist, dass sie keinerlei Rezepte gegen die Feinstaubbelastung der Wiener Luft und für wirksamen Klimaschutz in der Stadt hat", so die grüne Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou am Freitag.

Ähnlich sieht es auch Fritz Strobl, Vorsitzender der SPÖ Währing. "Das eindeutige Ergebnis der Befragung zur Einführung des Parkpickerls ist selbstverständlich zu akzeptieren", so Strobl. "Das Ergebnis dürfte nicht zuletzt dadurch zustande gekommen sein, dass sich auch viele nicht unmittelbar Betroffene - wie zum Beispiel Menschen ohne Auto oder Garagenbesitzer - an der Befragung beteiligt haben. Die am meisten Betroffenen sind leider mit ihrem Anliegen nicht durchgekommen."

Guggenbichler: "Erfolg für den Bezirk und für seine Bürger"
"Dieses Nein zu den Inkasso-Plänen von Rot-Grün ist ein Erfolg für den Bezirk und für seine Bürger", freute sich hingegen Währings FPÖ-Obmann Udo Guggenbichler. Er mahnt die "Abkassierer" rund um Vizebürgermeisterin Vassilakou dazu, den Willen der Bezirksbewohner endlich ernst zu nehmen.

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