Erfand Raubüberfall

Unbedachte Wette handelt 17-Jähriger in Wien Anzeige ein

Österreich
22.02.2013 15:43
Eine unbedachte Wette hat für ein 17-jähriges Mädchen aus Wien nun ernste Folgen. Mit gefesselten Händen war der Teenager im Dezember in eine Polizeiinspektion marschiert und hatte angegeben, Opfer eines Raubüberfalles geworden zu sein. Bei den Ermittlungen stellte die Exekutive jedoch Ungereimtheiten fest. Bei einer erneuten Einvernahme am Freitag gab das Mädchen schließlich zu, den Überfall erfunden zu haben. Demnach habe es sich um eine "spontane Wette" mit einem Freund gehandelt. Die 17-Jährige wurde angezeigt.

Die junge Frau war am 15. Dezember gegen 20.15 Uhr mit Handschellen gefesselt in der Polizeiinspektion im Bezirk Donaustadt aufgetaucht. Die 17-Jährige berichtete den Beamten, dass sie von unbekannten Männern überfallen und ihr die Handtasche gestohlen worden sei. Die Wienerin erstattete sogar Anzeige gegen die vermeintlichen Täter.

Bei den Ermittlungen stellten die Polizisten dann jedoch Ungereimtheiten fest: So existierten die angegebenen persönlichen Daten der 17-Jährigen gar nicht. Als die Beamten die wahre Identität des Mädchens schließlich klären konnten, wurde sie ein zweites Mal zur Einvernahme geladen.

Um 20 Euro gewettet
Als die Wienerin schließlich am Freitag erneut in der Polizeiinspektion vorstellig wurde und die Polizisten das Mädchen mit ihren Erkenntnissen konfrontierten, gab sie den Schwindel zu. Um 20 Euro hatte die Jugendliche mit einem Freund gewettet, dass sie sich trauen würde, mit Handschellen gefesselt in eine Polizeiinspektion zu gehen und Anzeige wegen Raubes zu erstatten.

Die Wienerin wurde von der Polizei wegen Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung angezeigt.

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