Di, 18. Dezember 2018

Parfüm, Putzmittel...

08.09.2005 16:17

So viel Chemie bekommt schon ein Ungeborenes

Schon ungeborene Babys sind einer enormen Chemikalienbelastung ausgesetzt. Diese kommt teilweise aus Parfüms, die die werdende Mutter trägt, oder auch aus Putzmitteln. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie.

Eine Reihe künstlicher Chemikalien gelangt über die Nabelschnur direkt in den Körper ungeborener Kinder, wie die europaweit von Greenpeace und dem WWF präsentierte Untersuchung "A Present for Life". 

Tests mit Nabelschnurblut zeigten, dass viele Chemikalien, die unter anderem für die Herstellung von Plastik und künstlichem Moschus eingesetzt werden, nachweisbar sind.

Lange Liste an gefundenen Chemikalien
Neben den für ungeborene Kinder besonders besorgniserregenden hormonell aktiven PCBs (verbotene Pflanzenschutzmittel) wurde auch der bis vor kurzem in Kosmetika zugelassene Weichmacher DEHP gefunden. DEHP kann laut EU "das Kind im Mutterleib schädigen", und "möglicherweise die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen", mahnt Greenpeace. Das Konservierungsmittel Triclosan wurden in der Hälfte der Proben festgestellt, es wird von der EU als "sehr giftig für im Wasser lebende Organismen" eingestuft.
 

Für die Studie wurden Tests an Blutproben der Nabelschnüren von 27 Neugeborenen und von 42 frischgebackenen Müttern durchgeführt. In allen Proben konnten zumindest einige der 35 getesteten Chemikalien nachgewiesen werden. Manche der Proben des Nabelschnurbluts enthielten bis zu 14 Substanzen. Zwei der Mütter lieferten 17 positive Testergebnisse.  

Zahlreiche der gefundenen Industriechemikalien entweichen aus Alltagsprodukten wie Parfüms, Plastikspielzeug oder bedruckten T-Shirts. Auch Teflon-Pfannen, Turnschuhe und Computer setzen gefährliche Stoffe frei. Schlussendlich gelangen sie in die Blutbahnen der Menschen. Welche Wirkung diese Chemikalien auf heranwachsende Babys haben, ist völlig unklar, so Greenpeace.

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