Im zehnten Spiel in 32 Tagen war Rapid erstmals leer, verlor bei Blau Weiß Linz 0:3. „Das war eine Klatsche, bei den Toren waren wir fahrlässig“, schimpfte Kapitän Matthias Seidl.
Von der „größtmöglichen Herausforderung“ hatte Rapids Trainer Klauß gesprochen. Weil es nach dem 1:2 in Braga via Porto und Wien weiter nach Linz ging, man 68 Stunden nach dem Europacup-Fight in der Stahlstadt wieder bereit sein sollte. Eine Spiel-Verschiebung – die etwa Salzburg beantragte – zwischen den Play-off-Duellen hatte Rapid abgelehnt. Man sei im Rhythmus, wolle alle drei Tage spielen. Naja …
… im Nachhinein ist man immer schlauer. Statt mit einem „Dreier“ die Tabellenspitze zu erklimmen, kassierte Rapid bei Blau-Weiß eine Tracht Prügel, verlor klar mit 0:3 und fiel auf Platz 5 zurück.
Obwohl Klauß mit Böckle, Hofmann, Schaub und Lang vier frische Kräfte gebracht hatte. Eigentlich waren es ja sechs, denn Beljo und Grgic hatten in Portugal ja nur einen Kurzeinsatz. Aber alle, vor allem die „Neuen“, erwischten einen ganz schwachen Tag. Zwar mit viel brotlosem Ballbesitz (75 Prozent), auch mehr gewonnenen Zweikämpfen, aber die wichtigen Duelle gingen alle an die Linzer.
Keine Ausreden
Rapid kam nur zu Halbchancen durch Beljo, blieb ohne Durchschlagskraft, war nie spritzig genug - die Luft war im zehnten Spiel in 32 Tagen draußen! Andersons 3:0 wurde wegen Hands noch vom VAR annulliert, an Ronivaldos Volley gab es dann nichts mehr zu bekritteln – 0:3 (60.).
Für Rapid war es die zweite Niederlage in Folge, erstmals blieb man in der Saison auch ohne Tor. Dennoch beließ es Klauß bei nur zwei Wechseln (Jansson und Oswald) zur Pause, Burgstaller blieb auf der Bank.
„Das war eine Klatsche, bei den Toren waren wir fahrlässig“, ärgerte sich Kapitän Seidl. „Wir haben nicht die Energie auf den Platz gebracht.“ Wobei kein Rapidler die körperliche Belastung als Ausrede durchgehen ließ – Klauß: „Die Gegentore waren inakzeptabel, immer nach dem selben Muster. Wir wussten, dass es uns erwischen kann. Jeder muss bereit sein, auch leiden zu können.“ Das war gestern nicht der Fall – Goalie Hedl: „Das Ziel waren drei Punkte und dann werden wir fast abgeschlachtet.“
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