Zum sechsten Mal sind die Handballer des THW Kiel im Trainingslager in der steirischen Landeshauptstadt Graz zu Gast. „Das ist eine schöne Tradition“, sagte THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi am Montag anlässlich des erneuten Besuchs der Kieler Handballer, der seinen Höhepunkt am Mittwoch mit dem Testspiel gegen den kroatischen Spitzenclub RK Zagreb erlebt.
Das Camp des THW Kiel in Graz, wo der deutsche Starklub zum sechsten Mal die Basis für eine Handball-Saison legt, ist diesmal „das entspannteste Trainingslager“ für Nikola Bilyk, wie er selbst zugibt. Aus unerfreulichem Grund. Österreichs Teamkapitän setzte in der dritten Vorbereitungswoche in Kiel ein Muskelfaserriss im hinteren Oberschenkel außer Gefecht. „Dadurch bekomme ich mehr von Graz und der Steiermark mit!“
Zurück zu Bilyk: Mehr als ein Herantasten in der Abwehr ist in Graz nicht möglich, daher auch der Test am Mittwoch gegen RK Zagreb (Sportpark, 18.30 Uhr) kein Thema. Bei dem Bilyk und Co. Unterstützung von Österreichs Eishockeyteam bekommen, das sich aktuell in Graz auf die Olympia-Qualifikation vorbereitet, was Organisator Didi Peißl freut.
Nach dem Semifinal-Scheitern beim Champions-League-Turnier in Köln gönnte sich Bilyk Zeit mit der Familie, sowohl in Bosnien, Heimat seiner Frau, als auch bei den Eltern in Wien, feierte den Junggesellen-Abschied von Teamkollege Seppo Frimmel.
Längst Kieler Urgestein
Schluss mit lustig heißt es nach der für Kiel enttäuschenden Vorsaison ohne Titel, für die Viktor Szilagyi als Kieler Sportchef viel umkrempelte, unter anderem den deutschen Teamtormann Andreas Wolff (der nach dem verlorenen Olympia-Finale gegen Dänemark nicht einmal eine Woche Pause hatte) zurückholte. „Der Vorbereitung kommt diesmal noch größere Bedeutung zu, da wir in Summe nur zwanzig Tage mit dem kompletten Kader arbeiten können“, spricht Trainer Filip Jicha erschwerende Umstände an.
Bilyks Stellenwert ist als zweiter Kapitän unverändert groß – er blickt seiner neunten Saison beim THW entgegen, ist damit der drittlängstdienende aktive Kiel-Spieler nach Kroatien-Legende Domagoj Duvnjak, seit 2014 dabei.
C. Pollak/P. Karas
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