Bregenzer Festspiele

Ein Pfeifkonzert als Hommage auf Elisabeth Sobotka

Vorarlberg
12.08.2024 15:55
Porträt von Anna Mika
Von Anna Mika

In der Festspielreihe „Musik und Poesie“ gaben Nikolaus Habjan und Ines Schüttengruber einen Liederabend ganz ohne Worte. Das Publikum war begeistert – ebenso die scheidende Festspiel-Intendantin Elisabeth Sobotka.

Wo hört man Opernhits wie das Torero-Lied aus Bizets „Carmen“ und Mozarts „Königin der Nacht“ an einem Abend? Vielleicht auf einer prominenten Operngala, wie sie zuletzt bei „Lech Classic“ stattfand, oder aber im Seestudio des Festspielhauses Bregenz. Da rollten lediglich zwei Künstler, Nikolaus Habjan, hier als virtuoser Kunstpfeifer, und Ines Schüttengruber am Klavier die große Welt der Oper im Taschenformat auf. Und unter dem Titel „Ich pfeif’ auf die Sobotka“ war dies auch gleich eine Hommage an die scheidende Intendantin der Festspiele, Elisabeth Sobotka. Nicht ganz, denn es gab auch Rückblicke in die Ära Alfred Wopmann mit Verdis „Maskenball“ oder David Pountney, eben mit Mozarts „Zauberflöte“.

Elisabeth Sobotka hatte ganz offensichtlich Spaß
Elisabeth Sobotka hatte ganz offensichtlich Spaß(Bild: ©anja koehler | andereart.de)

Virtuose Töne
Nikolaus Habjan ist mit seinen genialen Puppen-Inszenierungen, denen er höchst modulationsfähig auch seine Stimme leiht, fester Bestandteil der Festspiele geworden, und er bezaubert nicht nur am Bodensee, sondern an den großen Opernhäusern mit eigenen Inszenierungen. In prominenten Konzertsälen wie etwa der Hamburger Elbphilharmonie gastierte er als Kunstpfeifer. Immer mit dabei ist seine auf ihn eingeschworene Partnerin am Klavier, Ines Schüttengruber. Sie folgt seiner rubatofreudigen Gestaltung mit lebendiger Mimik und einfühlsamem Spiel, sodass Habjan sich frei entfalten kann, in seiner Körpersprache ebenso wie in seinen virtuosen Tönen, die er, freilich sanft verstärkt, mit gespitzten Lippen zaubert. Ein bisschen ist das schon Artistik, aber man folgt als Kenner der Werke sehr gerne auch der komplexen Musik, etwa den Koloraturen der Gilda in Verdis „Rigoletto“.

Mehr erwartet hätte man sich von der Moderation, die gerne ein launiger Kommentar zur Ära von Elisabeth Sobotka hätte sein können. Dennoch jubelte das Publikum am Ende und erklatschte zwei Zugaben – und Frau Sobotka wirkte ganz besonders glücklich.

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